Die Bundesrepublik Deutschland ist längst eine Migrationsgesellschaft und die Ursachen für Flucht stehen in engem Zusammenhang mit konkreten politischen Ereignissen, wie in der Ukraine, in Syrien und im Balkan zu sehen ist.
Doch seit den 1980er Jahren wird das Asylrecht permanent von rechtskonservativen Kräften angegriffen. Politische Beschlüsse haben dazu geführt, dass aufenthalts- und verfahrensrechtliche Standards abgeschafft und soziale Rechte stark eingeschränkt wurden. Dabei wurde die Genfer Flüchtlingskonvention aus den Lehren des Faschismus geschaffen, um zu verhindern, dass Menschen auf der Flucht rechtlos sind. Sie wird von 146 Staaten anerkannt. Seit dem „Sommer der Migration“ im Jahr 2015 erleben wir eine neue Intensität politischer Angriffe gegen das Asyl- und Asylsozialrecht. Mit dem neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) schafft der autoritäre Populismus nun weitere Voraussetzungen, um Menschen auf der Flucht schneller inhaftieren oder ihnen lebensnotwendige Leistungen streichen zu können. GEAS tritt im Juni 2026 in Kraft. Gleichzeitig inszeniert die Bundesregierung seit Monaten ein Grenzspektakel gegen „irreguläre Migration”. Dabei werden Bedrohungs- und Angstszenarien aufrechterhalten und somit Nationalismus und Rassismus im Inneren geschürt.
Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir gegen all diese Entwicklungen politisch intervenieren. Unser Ziel ist es zu informieren und mit einer gemeinsamen Grenzaktion im Dreiländereck auch zum politischen Handeln aufzurufen.
Das vollständige Programm ist unter „Veranstaltungsreihe 2026“ zu finden.









