6. Februar 2026, 18 Uhr, Platz der alten Synagoge in Freiburg – Veranstaltungsreihe – Solidarisches Handeln im Dreiländereck. Gegen den autoritären Umbau des Asyl- Grenzsystems vom 29.01. bis 18.04.2026
Jedes Leben ist mehr wert als ihre Gesetze, Grenzen und Waffen
Der 6. Februar ist ein transnationaler Gedenk- und Aktionstag. Er ist dem Kampf gegen das Sterben an den Grenzen gewidmet und der Forderung nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Opfer von Migration, für ihre Angehörigen und für die Betroffenen von staatlichem Rassismus. Auch in Freiburg kommen wir am 6. Februar zusammen – Angehörige, Freundinnen und Unterstützerinnen – in Solidarität mit allen Menschen, die infolge staatlicher Gewalt auf Flucht- und Migrationsrouten oder in unseren Nachbarschaften gestorben oder verschwunden sind.
Am 6. Februar 2014 verließen mehr als 200 Menschen die marokkanische Küste, um schwimmend den Strand von Tarajal in der spanischen Kolonialenklave Ceuta zu erreichen. Die spanische Guardia Civil setzte Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse ein, um sie am Erreichen „spanischen Bodens“ zu hindern. Das anwesende marokkanische Militär sah zu, wie Menschen vor ihren Augen ertranken. 15 Leichen wurden auf der spanischen Seite geborgen, Dutzende Menschen gelten bis heute als verschwunden. Überlebende wurden gewaltsam zurückgeschoben, weitere starben auf marokkanischer Seite. CommemorAction bedeutet zugleich Gedenken und Protest. Jedes Jahr finden weltweit gleichzeitig Aktionen des Erinnerns und der Anklage statt. Ziel ist es, Solidarität zu organisieren und Familien zu unterstützen, die um Wahrheit und Gerechtigkeit für ihre ermordeten oder verschwundenen Angehörigen kämpfen – während rassistische Politiken des Sortierens, der Kontrolle und der Repression weiterhin Tote, gewaltsames Verschwindenlassen und tiefgreifende Traumata verursachen. Wir weigern uns, die Opfer dieser Verbrechen zu vergessen – weder an den Grenzen noch in unseren Städten. Kein Leben ist mehr wert als ein anderes.














