Vortrag | Fluchtursachen | 26. Okt.2018, 19 Uhr | Medico international | Freiburg

Was heißt es, Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen ?

  • Vortrag und Diskussion mit Thomas Gebauer, Sprecher von Medico International
  • Freitag , 26. Oktober 2018, 19 Uhr, Freiburg, Aula Hebelschule, Engelbergerstrasse 2

Eine gemeinsame Veranstaltung vom Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung www. freiburgerforum.net  und dem Eine Welt Forum Freiburg ewf-freiburg.de

Man kann sich sicher darauf einigen, dass niemand gezwungen sein sollte, zu fliehen. Deshalb klingt die politische Forderung, dass es wichtig sei, die Fluchtursachen zu bekämpfen, einleuchtend. Allerdings wird dies in der politischen Diskussion nicht allein aus humanitären Gründen gefordert, sondern auch in der Hoffnung, die Zahl derjenigen zu vermindern, die in Europa Aufnahme und Schutz suchen. Die Bekämpfung der Fluchtursachen ist so betrachtet dann nur ein Element einer Politik, die auf Abwehr von Flüchtlingen und Verhinderung unerwünschter Migration zielt. Unabhängig davon stellt sich die Frage, was tatsächlich erforderlich wäre, Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen. Thomas Gebauer wird auf diese Frage eine radikale Antwort geben. Denn er ist der Überzeugung, dass das Elend der Welt längst ein Ausmaß angenommen hat, das durch Hilfe nicht mehr gemildert werden kann und dass der dramatische Zuwachs von globaler Ungleichheit kein Betriebsunfall ist, sondern unmittelbare Folge der marktradikalen Umgestaltung der Welt.

Seit 50 Jahren leistet medico international Hilfe für Menschen in Not und arbeitet an der Beseitigung der strukturellen Ursachen von Armut und Ausgrenzung. 1 997 wurde die von medico initiierte Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In Solidarität mit den Ausgegrenzten und Marginalisierten im globalen Süden setzt sich medico für menschenwürdige Lebens- verhältnisse ein, die ein Höchstmaß an Gesundheit und soziale Gerechtigkeit ermöglichen. Das Ziel ist, Armut, Not und Gewalt nicht nur zu lindern, sondern ihre Ursachen zu erkennen und zu überwinden. Denn die Welt leidet nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe notwendig machen.“

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