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	<title>Freiburg &#8211; Aktion Bleiberecht</title>
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	<title>Freiburg &#8211; Aktion Bleiberecht</title>
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	<item>
		<title>Beschämende Zustände in der Freiburger Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA)</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2015/09/beschaemende-zustaende-in-der-freiburger-bedarfsorientierte-erstaufnahmestelle-bea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 16:06:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[BEA]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sammellager]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geflüchteten in der BEA bekommen kein Bargeld, sondern lediglich Sachleistungen. Pressemitteilung des NoLagerFreiburg- Bündnisses 15.09.2015&#124; Am Samstag, 5.9.2015, ging in Freiburg eine Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) für bis zu 900 Geflüchtete (derzeit: über 500) in Betrieb.<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2015/09/beschaemende-zustaende-in-der-freiburger-bedarfsorientierte-erstaufnahmestelle-bea/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Geflüchteten in der BEA bekommen kein Bargeld, sondern lediglich Sachleistungen.</h2>
<p><strong><span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://www.aktionbleiberecht.de/blog/wp-content/uploads/2015/09/PM-Beschämende-Zustände-.pdf">Pressemitteilung</a></span><span style="color: #000000;"> des NoLagerFreiburg- Bündnisses 15.09.2015</span></strong>| Am Samstag, 5.9.2015, ging in Freiburg eine Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) für bis zu 900 Geflüchtete (derzeit: über 500) in Betrieb. Vom ersten Tag an ist das NoLagerFreiburg-Bündnis kontinuierlich vor Ort – zunächst durch zwei (nach 3 Tagen von der Polizei geräumte) Willkommenszelte auf einer Brache gegenüber, seit der Räumung durch einen Infostand auf einem Gehweg direkt neben dem BEA-Gelände. Dorthin kommen von Angang an Geflüchtete mit ihren Fragen und Anliegen. Auf diese Weise erreichten uns Berichte von Missständen, die in Zahl und Ausmaß zutiefst beschämend, jedoch unserer Meinung nach in solchen Lagern strukturell angelegt sind. <strong><span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://www.aktionbleiberecht.de/blog/wp-content/uploads/2015/09/Beschämende-Zustände-Doku.pdf">Beschämende Zustände Dokumentation</a></span></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine Abschiebung von Adam Ramadani aus Freiburg</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/12/keine-abschiebung-von-adam-ramadani-aus-freiburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2014 18:51:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Adam]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Petition an den Petitionausschuss des Landtags von Baden Württemberg roma büro freiburg amaro drom berlin Unterschreibt die Petition für Adam Der 19jährige Sänger und Tänzer Adam sollte Mitte November aus Freiburg in den Kosovo abgeschoben werden,<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/12/keine-abschiebung-von-adam-ramadani-aus-freiburg/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="row mbm">
<div class="col-xs-8 col-sm-12">
<div class="media-profile media-profile-smaller-height type-smaller ">
<div class="media-profile-img"></div>
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<h2 class="type-ellipsis">Petition an den Petitionausschuss des Landtags von Baden Württemberg<a href="https://www.change.org/p/petitionausschu%C3%9F-des-landtags-von-baden-w%C3%BCrtthemberg-keine-abschiebung-von-adam-ramadani?just_created=true&amp;expired_session=true" rel="attachment wp-att-6829"><img decoding="async" class="alignright wp-image-6829" src="http://www.aktionbleiberecht.de/blog/wp-content/uploads/2014/12/Adam-300x173.png" alt="Adam" width="250" height="145" srcset="https://www.aktionbleiberecht.de/blog/wp-content/uploads/2014/12/Adam-300x173.png 300w, https://www.aktionbleiberecht.de/blog/wp-content/uploads/2014/12/Adam.png 539w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a></h2>
<div class="type-weak type-ellipsis"><strong>roma büro freiburg amaro drom berlin <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.change.org/p/petitionausschu%C3%9F-des-landtags-von-baden-w%C3%BCrtthemberg-keine-abschiebung-von-adam-ramadani?just_created=true&amp;expired_session=true">Unterschreibt die Petition für Adam</a></span></strong></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="mtm break-word description">
<div class="description-content">
<p>Der 19jährige Sänger und Tänzer Adam sollte Mitte November aus Freiburg in den Kosovo abgeschoben werden, in ein Land, das ihm fremd ist und dessen Sprache er nicht spricht. In ein Land, wo er als Kind alle seine Verwandten um sich hatte und wo heute niemand mehr aus der Großfamilie lebt.  Wir bitten Euch: Lest dieses kurze Portrait und helft ihm mit eurer Unterschrift auf unserer online Petition an den Landtag von Baden-Württemberg.</p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tag x+1 Kundgebung &#124; 21. November 2014, 18 Uhr Rathausplatz Freiburg</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/11/tag-x1-kundgebung-21-november-2014-18-uhr-rathausplatz-freiburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2014 22:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Abschiebung in den frühen Morgenstunden Nur zwei Tage nach der Sammelabschiebung wurde heute Nacht um 3 Uhr wurde ein junger Mann von der Polizei aus dem Flüchtlingswohnheim Mooswaldallee abgeholt und umgehend nach Serbien abgeschoben. Der Angehörige<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/11/tag-x1-kundgebung-21-november-2014-18-uhr-rathausplatz-freiburg/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Abschiebung in den frühen Morgenstunden</h2>
<p>Nur zwei Tage nach der Sammelabschiebung wurde heute Nacht um 3 Uhr wurde ein junger Mann von der Polizei aus dem Flüchtlingswohnheim Mooswaldallee abgeholt und umgehend nach Serbien abgeschoben. Der Angehörige einer Roma-Minderheit fand sich bereits heute Nachmittag völlig mittellos in Belgrad wieder. Dort kündigt sich bereits der eiskalte Winter an.<span id="more-6634"></span><br />
Die Abschiebung kam für ihn und seine Familie ganz und gar unerwartet. Sie geschah auf grobe Weise, dazu unangekündigt und von der Öffentlichkeit unbemerkt. Dies ist schon die zweite Abschiebung aus Freiburg innerhalb von gut drei Wochen.</p>
<p>Wir wollen nicht länger hinnehmen, das in Freiburg so etwas geschieht! Wir wollen an Dragoslaw erinnern, einen Bewohner Freiburgs, der von hier verschwunden ist.Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt Dragoslaw, seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden.<br />
<strong>Wir wollen verhindern, dass weiter Menschen aus Freiburg abgeschoben werden!</strong><br />
<strong>Wir fordern einen sofortigen Winterabschiebestopp!</strong></p>
<p>Kommt alle zur Tag x+1-Kundgebung!<br />
*morgen Freitag, 21. November – 18h – Rathausplatz*</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umgang der Stadt Freiburg mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/umgang-der-stadt-freiburg-mit-gruppenbezogener-menschenfeindlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2014 16:51:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sinti]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=6171</guid>

					<description><![CDATA[Brief an die Stadt Freiburg Umgang der Stadt Freiburg mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (insbesondere Antiziganismus) in ortsrechtlichen Bestimmungen Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon, sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates, das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung musste feststellen,<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/umgang-der-stadt-freiburg-mit-gruppenbezogener-menschenfeindlichkeit/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Brief an die Stadt Freiburg</h2>
<p><strong>Umgang der Stadt Freiburg mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (insbesondere Antiziganismus) in ortsrechtlichen Bestimmungen</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,<br />
sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,<br />
das <a href="http://www.freiburger-forum.net/">Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung</a> musste feststellen, dass im Freiburger Ortsrecht alte Vorurteile, auch ein ganz offenen Antiziganismus, immer noch festgeschrieben sind.<span id="more-6171"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den <em><strong>Eingliederungsvereinbarungen der Stadt Freiburg i. Br.</strong></em> mit den Gemeinden Hochdorf, Munzingen, Opfingen, Tingen und Waltershofen verpflichtet sich die Stadt Freiburg, keine „Einrichtungen störenden Charakters (wie z.B. Plätze für Zigeuner und Landfahrer, Obdachlosenasyl, Dirnenhaus)</p>
<p>uf der Gemarkung“ des neuen Stadtteils zuzulassen. (Siehe Anlage A. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in den Eingliederungsvereinbarungen)</p>
<p>Darüber hinaus erklären alle Eingliederungsvereinbarungen in den Zusatzvereinbarungen die „Satzung über die städtischen Wohnplätze für Zigeuner und Landfahrer“ vom 14.01.1965 zu geltendem Recht. (Siehe Anlage B. Übersicht der Freiburger Eingliederungsvereinbarungen)</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung bittet Sie, Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon, sowie alle Fraktionen des Gemeinderates,</span></strong></p>
<p><span style="color: #808080;">(1) alle antiziganistischen Bestimmungen im Freiburger Ortsrecht umgehend zu streichen;</span></p>
<p><span style="color: #808080;">(2) alle Bestimmungen des Freiburger Ortsrechts, die einzelne Personengruppen diskriminieren – namentlich Obdachlose und Sexarbeiter*innen – umgehend zu streichen;</span></p>
<p><span style="color: #808080;">(3) zu den folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</span></p>
<p><span style="color: #808080;">• Werden die in Anlage A zitierten Bestimmungen als rechtskräftig und verfassungskonform erachtet?• Wie konnte es passieren, dass ein offensichtlich rassistischer Begriff wie „Zigeuner“ noch immer im Freiburger Ortsrecht vorzufinden ist? • Welche Anstrengungen unternimmt die Stadt, antiziganistische Praktiken in der Freiburger Stadtgeschichte aufzuarbeiten? Welche praktischen Konsequenzen werden daraus gezogen?</span></p>
<p>Die Umsetzung dieser Forderung sollte der Gemeinderat nutzen, um eine Erklärung zu verabschieden, in der die Stadt ihre Verstrickung in Antiziganismus und die Feindlichkeit gegen Obdachlose und Sexarbeiter*innen bedauert und sich dazu bekennt, sich an der Aufarbeitung dieses Kapitels der Stadtgeschichte aktiv zu beteiligen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Begründungen</strong></p>
<ul>
<li>Die aus den Freiburger Eingliederungsvereinbarungen zitierte Bestimmung stellen eine nicht zu rechtfertigende Diskriminierung von Personen und Personengruppen dar und widersprechen dem Selbstverständnis Freiburgs als „offene Stadt“. Mit der Klassifizierung der genannten Personengruppen als „störend“, werden Sinti und Roma, Obdachlose und Sexarbeiter*innen nicht als Teil der Stadt anerkannt und ihr Ausschluss sowie ihre Benachteiligung in verschiedenen Feldern der Gesellschaft befördert und legitimiert.</li>
<li></li>
<li>Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen rassistisch markierte Personen und die Abwertung von Obdachlosen ist ein großes gesellschaftliches Problem. Nach aktuellen Daten stimmen 44,2% der Befragten der Aussage zu »Sinti und Roma neigen zur Kriminalität«. 40,1% äußern, dass sie Probleme damit hätten, »wenn sich Sinti und Roma in meiner Gegend aufhalten«. Und 27,7% bejahen die Forderung »Sinti und Roma sollten aus den Innenstädten verbannt werden«. (W. Heitmeyer: Deutsche Zustände, Frankfurt, S. 37ff.) Die gleiche Studie ermittelt eine verbreitete Abwertung von Obdachlosen.</li>
<li></li>
<li>Antiziganismus, d.h. Rassismus gegenüber als „Zigeunern“ konstruierten Personen und Personengruppen, hat eine lange Geschichte, die bis heute fortwirkt. Sie wird in Diskursen und Vorurteilen tradiert und ist eingeschrieben in Stadtstrukturen und Gesetzestexte. Dies zu überwinden undwirklich zu einer offen Stadt und Gesellschaft zu werden, verlangt die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte des Rassismus. Dies ist im Besonderen in der Stadt Freiburg vonnöten, die auf eine lange Geschichte des Antiziganismus zurückblicken muss:</li>
<li>Einen ersten unrühmlichen Höhepunkt stellt der 1498 in Freiburg einberufene Reichstag dar, auf dem die Vertreibung der &#8222;zcigeiner&#8220; aus &#8222;den landen teutscher nacion&#8220; beschlossen wurde (Solms 2008).</li>
<li></li>
<li>Während des Nationalsozialismus wurden Freiburger Sinti im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet und in Konzentrationslagern zwangssterilisiert. Die Überlebenden „erfuhren nach 1945 beim Landesamt für Wiedergutmachung eine weitere Entwürdigung in den Gesprächen mit nationalsozialistisch imprägnierten Behördenmitarbeitern, die die geschilderten Leiden und Verluste grundsätzlich anzweifelten oder mit bürokratischen Begründungen vom Tisch wischten.“ (BZ, 29.01.2011). Der Leiter des Freiburger Liegenschaftsamts trat für die &#8222;restlose Verjagung&#8220; der zurückgekehrten und zugezogenen Sinti ein und die „Verwaltung drängte die Polizei, scharf gegen &#8222;Zigeuner und Landfahrer&#8220; einzuschreiten“. (Mappes-Niediek 2013: 59)</li>
<li></li>
<li>Die in den darauffolgenden Jahren erfolgten „sozialen Projekte“ für diejenigen, die sich nicht vertreiben ließen, blieben von einer antiziganistischen Grundhaltung und der Ausgrenzung der Sinti und Roma auf bestimmte, städtisch randständige Gebiete geprägt. Hiervon zeugen die oben genannten Eingliederungsvereinbarungen sowie die Verhandlungen und Beschlüsse des Gemeinderats bezüglich der „Unterbringung und Betreuung von Problem-, Zigeuner- und Landfahrerfamilien“ an der Opfinger Straße“. So steht in einem Protokoll zu einer dem Gemeinderatsbeschluss vom 8.2.1972 vorangegangen Klausurtagung: „Der Zigeuner sei von seiner Art, Anlage, Denk- und Anschauungsweise her &#8222;kein Weißer&#8220;, und diese Mentalität könne nicht geleugnet werden. Wolle man ihn sozialisieren, müsse er herausgefordert werden“. Die Verantwortung für den Holocaust, begangenes Unrecht und die fortdauernder Ausgrenzung wurden geleugnet und teils gar umgedreht. Weiter heißt es im Protokoll: Der „Zigeuner“ lebe „in inaktiven Wunschvorstellungen, zumal bei ihm – u.a. zurückzuführen auf die finanzielle Entschädigung nach dem Kriege – immer noch eine Erwartungshaltung ausgeprägt sei“ (D. So. Generalia 433; 1971)</li>
</ul>
<ul>
<li>Der Begriff „Zigeuner“ ist eng mit rassistischen Vorstellungen, Ideologien und Praxen verbunden. „Eine begriffsgeschichtliche Aufladung des Terminus &#8218;Zigeuner_in&#8216;, die mit dem Rückgriff auf tradierte Stereotype und rassistische Images einhergeht sowie diskriminierende Bedeutungsinhalte gleichermaßen reproduziert wie verfestigt, ist [&#8230;] zu konstatieren“ (Randjelovic 2011: 672). Da es sich bei diesem Begriff um keine Eigenbezeichnung von Sinti und Roma handelt und der Begriff vielmehr von der konstruierten Personengruppe als diskriminierend empfunden wird, sollte der Begriff in keinem gültigen Gesetzestext oder sonstigen öffentlichen Dokument zur Bezeichnung von Sinti und Roma Verwendung finden.</li>
</ul>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung<br />
c/o Minirasthaus<br />
Adlerstr. 12<br />
D – 79098 Freiburg</p>
<p>Freiburg, den 27.06.2014</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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