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	<title>EU-Außengrenzen &#8211; Aktion Bleiberecht</title>
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	<title>EU-Außengrenzen &#8211; Aktion Bleiberecht</title>
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	<item>
		<title>Eine Datenbank für Grenztote</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2015/05/eine-datenbank-fuer-grenztote/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2015 17:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenztote]]></category>
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					<description><![CDATA[ &#8222;Deaths at the Borders database&#8220; ist aktuell nun unter folgendem link frei zugänglich: www.borderdeaths.org Sie wurde von Wissenschaftlern der Vrije Universiteit Amsterdam auf der Basis der Todesurkunden von Migranten erstellt, die in den Jahren 1990-2013 an<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2015/05/eine-datenbank-fuer-grenztote/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="ecxMsoNormal"><span lang="NL"> &#8222;Deaths at the Borders database&#8220;</span></h2>
<p class="ecxMsoNormal"><strong><span lang="NL"> ist aktuell nun unter folgendem link frei zugänglich: <a href="http://www.borderdeaths.org" target="_blank" rel="noopener">www.borderdeaths.org</a> </span></strong></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">Sie wurde von Wissenschaftlern der Vrije Universiteit Amsterdam auf der Basis der Todesurkunden von Migranten erstellt, die in den Jahren 1990-2013 an den südlichen EU-Grenzen ums Leben gekommen sind.</span></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">Die Datenbank bietet individualisierte Informationen über 3.188 Menschen, die ums Leben gekommen sind beim Versuch, aus dem Balkan, dem Nahen Osten, sowie Nord- und Westafrika die südlichen EU-Länder zu erreichen, und deren Leichen in diesen EU-Ländern geborgen bzw. dorthin gebracht wurden. </span><span id="more-7382"></span></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">Die Datenbank ist einzigartig, weil sie Informationen bietet – soweit sie in den Urkunden vorhanden waren – wie etwa Todesort und -ursache, Geschlecht, Alter und Herkunft sowie darüber, ob die Person identifiziert werden konnte. </span></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">Im letzten Jahr haben dreizehn Wissenschaftler 563 Standesämter auf Malta sowie in Griechenland, Italien, Spanien und Gibraltar besucht und die in den Todesurkunden eingetragenen Daten gesammelt. “Die Datenbank zeugt von der jahrzehntelangen Gleichgültigkeit europäischer Staaten: Diese Informationen waren schon immer da, aber sie haben sich nicht die Mühe gegeben, sie zu sammeln”, so Thomas Spijkerboer, Professor an der Vrije Universiteit Amsterdam und Leiter des Forschungsprojekts.</span></p>
<p class="ecxMsoNormal">Die Wissenschaftler fordern die europäischen Staaten auf, die Datensammlung unter der Überwachung einer im Rahmen des Europarats zu errichtenden Europäischen Beobachtungsstelle für den Tod von Migranten fortzusetzen.</p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">Eine Europäische Beobachtungsstelle für den Tod von Migranten könnte zwei Ziele erreichen:</span></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">1. Europäische Migrationspolitiken anpassen, um die Zahl der Grenztoten zu reduzieren<br />
Die politische Antwort der EU auf die große Zahl von Todesfällen ist kurzsichtig und borniert. In den letzten fünfundzwanzig Jahren wurde der Kampf gegen irreguläre Migration verstärkt, und gleichzeitig ist die Zahl der Opfer gestiegen. “Diese beiden Entwicklungen könnten miteinander verbunden sein: Die wachsende Zahl der Todesfälle könnte teilweise eine unerwünschte Nebenwirkung der europäischen Politik sein”, sagt Spijkerboer. Die Europäische Beobachtungsstelle für den Tod von Migranten könnte Daten über Grenztote sammeln und die Auswirkungen der europäischen Politik bewerten. Dies würde ein evidenzbasiertes policy-making ermöglichen.</span></p>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="NL">2. Mehr Menschen identifizieren<br />
Weniger als die Hälfte der ums Leben gekommenen Migranten wurde identifiziert. Die Identifizierung verstorbener Migranten ist schwierig. Ob den örtlichen Behörden die Identifizierung von Migranten tatsächlich gelingt, liegt am Zufall und an den Bemühungen der Beamten sowie an deren Kenntnissen und Kompetenzen. “Die lokalen Behörden an den EU-Außengrenzen sind sich selbst überlassen im Umgang mit den Menschen, die bei der Überfahrt ums Leben kommen: Sie bekommen keine Unterstützung und unterliegen keiner Überwachung, weder vom Staat noch von der EU”, klagt Tamara Last. Die Identifizierung verstorbener Migranten ist für die Würde der Betroffenen sowie für die überlebenden Familienangehörigen äußerst wichtig. Aus der Datenbank geht hervor, dass der Prozentsatz der Identifizierten an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeitpunkten sehr unterschiedlich ist. Die Europäische Beobachtungsstelle für den Tod von Migranten könnte effiziente Verfahren für die Identifizierung verstorbener Migranten entwickeln, und somit den örtlichen Behörden in Grenzgebieten eine große Hilfe leisten.</span></p>
<p>Weitere Infos in folgenden Sprachen von den folgenden Kontaktpersonen erhältlich:</p>
<p><span lang="DE">Arabisch: Younous Arbaoui LLM </span><span lang="NL"><a href="mailto:y.arbaoui@vu.nl"><span lang="DE">y.arbaoui@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Deutsch: Dr. Paolo Cuttitta </span><span lang="NL"><a href="mailto:p.cuttitta@vu.nl"><span lang="DE">p.cuttitta@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Englisch: Tamara Last MSc</span> <span lang="NL"><a href="mailto:t.k.last@vu.nl"><span lang="DE">t.k.last@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Englisch: Prof. Dr. Thomas Spijkerboer</span> <span lang="NL"><a href="mailto:t.p.spijkerboer@vu.nl"><span lang="DE">t.p.spijkerboer@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Französisch: Younous Arbaoui LLM </span><span lang="NL"><a href="mailto:y.arbaoui@vu.nl"><span lang="DE">y.arbaoui@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Griechisch: Nefeli Bami </span><span lang="NL"><a href="mailto:nefniki@yahoo.gr"><span lang="DE">nefniki@yahoo.gr</span></a></span><br />
<span lang="DE">Italienisch: Dr. Paolo Cuttitta </span><span lang="NL"><a href="mailto:p.cuttitta@vu.nl"><span lang="DE">p.cuttitta@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Niederländisch: Prof. Dr. Thomas Spijkerboer </span><span lang="NL"><a href="mailto:t.p.spijkerboer@vu.nl"><span lang="DE">t.p.spijkerboer@vu.nl</span></a></span><br />
<span lang="DE">Spanisch: Ignacio Urquijo </span><span lang="NL"><span lang="DE"><a href="mailto:jiurquijo@gmail.com">jiurquijo@gmail.com</a></span></span></p>
<div><span lang="DE">Türkisch: Orçun Ulusoy </span><span lang="NL"><a href="mailto:o.ulusoy@vu.nl"><span lang="DE">o.ulusoy@vu.nl</span></a></span></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Against a new dimension of left-to-die-policy at sea</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2015/02/against-a-new-dimension-of-left-to-die-policy-at-sea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 13:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frontex]]></category>
		<category><![CDATA[wachthemed]]></category>
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					<description><![CDATA[Push Back Frontex! Against a new dimension of left-to-die-policy at sea In a letter from the 9th of December 2014, Klaus Rösler, director of Operations Division of Frontex, called upon the Italian Ministry of Interior, the<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2015/02/against-a-new-dimension-of-left-to-die-policy-at-sea/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><b><span lang="EN-US">Push Back Frontex! </span></b></h2>
<h2><b><span lang="EN-US">Against a new dimension of left-to-die-policy at sea</span></b></h2>
<p class="ecxMsoNormal"><span lang="EN-US">In a letter from the 9th of December 2014, Klaus Rösler, director of Operations Division of Frontex, called upon the Italian Ministry of Interior, the navy and the coastguards to stop the current practice of rescuing boat-people in distress at sea. After the termination of the Italian navy operation Mare Nostrum which rescued the lives of more than 120.000 people, and at the beginning of the Frontex operation Triton, Rösler attacked the authorities in Rome for assigning vessels to move “into zones outside the operational area of Triton”</span><span lang="EN-US"> in order to assist vessels in distress.</span><span id="more-6999"></span><span lang="EN-US"> This “would not correspond to the operational plan” and not every SOS-call needed to be acted upon, Rösler continued. As one of the directors of Frontex, he points to the responsibility of the Libyan coastguards which, as is known, do not exist for many months anymore due to renewed war-like conflicts. In other words: Klaus Rösler has unambiguously appealed from a top position of the EU border agency to let many refugees and migrants die in situations of distress at sea.</span></p>
<p>Frontex was founded exactly 10 years ago. Already since its first operations at sea in 2006, the agency stands for an aggressive politics of deterrence. In order to polish its tarnished reputation, Frontex purported in the past years to observe refugee conventions, human rights and the law of the sea. This now, once again, proves to be a merely cosmetic measure, a dishonest image campaign for an agency that, since 2005, acts as the driving force of the EU border regime. Besides the operations along the sea- and land-borders, Frontex is a significant part of the training and technical armament of border police forces, the externalisation of borders through cooperation with third countries, the creation of and the participation in the border surveillance system EUROSUR, the border control operation Mos Maiorum, as well as brutally executed charter-deportations.</p>
<p>In the current crisis in the central Mediterranean Sea, Frontex wants to enforce that the 25 vessels and 9 airplanes of operation Triton would be employed only within the 30-mile-zone off the Italian coast. The explicit aim of Triton is the reduction of arrivals at European coasts and the deterrence of boat-refugees. Over the last months, WatchTheMed’s* recently launched alarm phone for migrants has supported the rescue of several boats that were located precisely in the zone that Frontex demands to abandon. The hotline-teams have been in direct contact with boatpeople who would no longer be alive if Frontex’s left-to-die policy would have been applied. The situation necessitates a determined response of civil societies and all social movements: Let us stop these inhumane policies, let us defend the rights of refugees and migrants!</p>
<p>Moreover, it is sheer mockery that Frontex, in January 2015, accused people smugglers of a “new dimension of cruelty” when several crews of so-called ‘ghost ships’ abandoned the vessels to avert criminalisation. Without doubt, there are unscrupulous profiteers of the lucrative trade of escape via the Mediterranean Sea. However, it is clear that the business with illegalised entry and the thousandfold death at sea are products of the EU border regime. Both could become history by tomorrow if refugees and migrants were able to simply buy ferry- and plane-tickets and travel as safely and cheaply as tourists.</p>
<p>As long as the freedom of movement for all is not a reality, deaths at sea can only be prevented if all people in distress are rapidly rescued everywhere, also off the coast of Libya! We demand the immediate withdrawal of the murderous Frontex order. We aim for an Euro-Mediterranean space that is not characterised by a deadly border regime but by solidarity and the right for protection and freedom of movement.</p>
<p>* <a class="" href="http://www.watchthemed.net" target="" rel="noopener">http://www.watchthemed.net</a></p>
<p><strong>First signatures:</strong><br />
Networks Afrique-Europe-Interact, Borderline Europe, Welcome to Europe, FFM, Berlin; All Included, Amsterdam, Flüchtlingsrat (Refugee Council) Hamburg, Stiftung (foundation) :do</p>
<h2 class="ecxMsoNormal"><b>Push Back Frontex!<br />
Gegen eine neue Dimension des Sterbenlassens auf See</b></h2>
<p class="ecxMsoNormal">In einem Brief vom 9.12.2014 fordert Klaus Rösler, Direktor der Abteilung &#8222;Einsatzangelegenheiten &#8211; Operations Division&#8220; von Frontex, das Innenministerium, die Marine und die Küstenwache Italiens auf, die aktuelle Praxis der Seenotrettung von Bootsflüchtlingen einzustellen. Nach Ende der italienischen Marineoperation Mare Nostrum, die mehr als 120.000 Menschen das Leben rettete, und zu Beginn der Frontex-Operation Triton greift Rösler die Behörden in Rom dafür an, dass Schiffe nach wie vor die Anweisung erhalten, sich in „außerhalb des operativen Gebietes von Triton liegende Zonen“ zu begeben, um dort Booten in Seenot Hilfe zu leisten. Das „entspreche nicht dem operativen Plan&#8220;und nicht jedem SOS-Ruf sei zu folgen, so Rösler weiter. Als einer der Direktoren von Frontex verweist er auf die Verantwortung der libyschen Küstenwache, die es bekanntermaßen aufgrund neuer kriegerischer Konflikte seit Monaten nicht mehr gibt. Mit anderen Worten: Klaus Rösler hat von höchster Stelle der EU-Grenzschutzagentur unmissverständlich dazu aufgerufen, Flüchtlinge und Migrant_innen in Seenot massenhaft sterben zu lassen.</p>
<p>Vor genau 10 Jahren wurde Frontex gegründet. Bereits seit ihren ersten Einsätzen auf See in 2006 steht diese Agentur für eine aggressive Abschreckungspolitik. Um ihren angeschlagenen Ruf aufzupolieren, gab Frontex in den letzten Jahren vor, Flüchtlingskonventionen und Menschenrechte sowie Seerechtsverpflichtungen einzuhalten. Dies erweist sich nun erneut als reines Facelifting, als verlogene Imagekampagne für einen Apparat, der seit 2005 als treibende Kraft des EU-Grenzregime agiert. Neben den Einsätzen an den See- und Landgrenzen gehören dazu die Ausbildung und technische Aufrüstung der Grenzpolizeien, die Vorverlagerung der Grenzen (Externalisierung) durch die Kooperation mit Drittstaaten, die Schaffung und maßgebliche Beteiligung am Grenzüberwachungssystem EUROSUR, an der Kontrollaktion Mos Maiorum sowie nicht zuletzt an den brutal durchgeführten Sammelabschiebungen.</p>
<p>In der aktuellen Zuspitzung im zentralen Mittelmeer will Frontex durchsetzen, dass die 25 Schiffe und 9 Flugzeuge der Operation Triton nur innerhalb der 30-Meilen-Zone vor der italienischen Küste eingesetzt werden. Ausdrückliches Ziel von Triton ist, die Zahl der Ankünfte an europäischen Küsten zu reduzieren und Bootsflüchtlinge abzuschrecken. Während der vergangenen Monate hat das vor kurzem gegründete Watch the Med-Alarmtelefon für Migrant_innen<a title="" target="_blank" name="_ftnref1" rel="noopener"></a><span class="ecxMsoFootnoteReference"><span class="ecxMsoFootnoteReference">[1]</span></span> Rettungsaktionen mehrerer Boote unterstützt, die sich genau in der Zone befanden, aus der gemäß Frontex keine Hilferufe mehr angenommen werden sollen. Die Teams der Hotline waren in direktem Kontakt mit Bootsflüchtlingen, die nicht mehr am Leben wären, wenn Frontex‘ Politik des Sterbenlassens angewandt worden wäre. Diese Situation erfordert eine entschiedene Antwort der Zivilgesellschaft und aller sozialen Bewegungen: Stoppen wir diese unmenschliche Politik, verteidigen wir die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen!</p>
<p>Darüber hinaus ist es der pure Hohn, wenn ausgerechnet Frontex Anfang Januar 2015 den „Schleusern“ eine &#8222;neue Dimension der Grausamkeit&#8220; vorwirft, weil bei mehreren sogenannten „Geisterschiffen“ die Crew verschwand, um ihrer Kriminalisierung zu entgehen. Zweifellos agieren skrupellose Geschäftemacher im lukrativen Handel mit der Flucht übers Mittelmeer, doch klar ist: das Geschäft mit der illegalisierten Einreise und der tausendfache Tod auf See sind zu allererst Konsequenzen des EU-Grenzregimes. Beides könnte morgen Geschichte sein, wenn Flüchtlinge und MigrantInnen sich gewöhnliche Fähr- und Flugtickets kaufen und damit so sicher und kostengünstig wie Touristen reisen könnten.</p>
<p>Solange diese Bewegungsfreiheit für alle nicht durchgesetzt ist, kann das Sterben auf dem Meer nur verhindert werden, wenn weiter überall, auch vor der libyschen Küste, Menschen in Seenot sofort gerettet werden! Wir fordern die sofortige Zurücknahme der mörderischen Frontex-Anordnung. Unser Ziel ist ein euro-mediterraner Raum, der nicht von einem tödlichen Grenzregime geprägt ist, sondern von Solidarität und dem Recht auf Schutz und auf Bewegungsfreiheit.</p>
<p class="ecxMsoNormal"><strong>Erstunterzeichner_innen:</strong></p>
<p class="ecxMsoNormal">Netzwerke Afrique-Europe-Interact, Borderline Europe, Welcome to Europe, FFM, Berlin; All Included, Amsterdam, Flüchtlingsrat Hamburg, Stiftung :do</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vertuscht und zurechtgebogen: Tod von elf Bootsflüchtlingen wird ad acta gelegt</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/08/vertuscht-und-zurechtgebogen-tod-von-elf-bootsfluechtlingen-wird-ad-acta-gelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2014 12:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=6342</guid>

					<description><![CDATA[Drei Frauen und acht Kinder starben im Schlepptau der griechischen Küstenwache Die Staatsanwaltschaft stellte nun das Ermittlungsverfahren ein Pressemitteilung PRO ASYL 12.08.2014 &#124; Pressemitteilung und Fakten &#124; Vor der griechischen Insel Farmakonisi starben in der Nacht<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/08/vertuscht-und-zurechtgebogen-tod-von-elf-bootsfluechtlingen-wird-ad-acta-gelegt/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Drei Frauen und acht Kinder starben im Schlepptau der griechischen Küstenwache</h2>
<p><strong>Die Staatsanwaltschaft stellte nun das Ermittlungsverfahren ein</strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Pressemitteilung PRO ASYL 12.08.2014</strong></span> | <strong><span style="color: #008080;"><a href="http://www.aktionbleiberecht.de/zeug/material/PRO_ASYL/PM_Vertuscht_und_zurechtgebogen_Tod_von.pdf"><span style="color: #008080;">Pressemitteilung</span></a></span></strong> und <span style="color: #008080;"><strong><a href="http://www.aktionbleiberecht.de/zeug/material/PRO_ASYL/Fakten_und_Widersprueche_zum_Farmakonisi-Fall.pdf"><span style="color: #008080;">Fakten</span></a></strong> </span>| Vor der griechischen Insel Farmakonisi starben in der Nacht zum 20. Januar 2014 elf Frauen und Kinder. Ein mit 27 Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien besetztes manövrierunfähiges Boot sank im Schlepptau der griechischen Küstenwache. Die Überlebenden werfen der griechischen Küstenwache vor, sie seien bei stürmischer See mit hoher Geschwindigkeit zurück in Richtung Türkei gezogen worden.<span id="more-6342"></span> Die Küstenwache behauptet, sie hätte das Boot mit langsamer Fahrt in Richtung Farmakonisi geschleppt. Die Flüchtlinge schildern eine Push-Back-Operation (illegale Zurückschiebung), die griechischen Behörden behaupten, eine Seenotrettungsmaßnahme durchgeführt zu haben.</p>
<p>Der griechische Außenminister Evangelos Venizelos versprach in einer Debatte im Europaparlament am 5. Februar 2014 eine lückenlose Aufklärung der Todesfälle von Farmakonisi. Die geschah nicht. Im Gegenteil: Jetzt hat die für die Marine zuständige Staatsanwaltschaft beschlossen, den Farmakonisi-Fall zu den Akten zu legen. Damit wird es nicht zu einer Anklage gegen die beteiligten Beamten der Küstenwache kommen. Tenor der Staatsanwaltschaft: Die Aussagen der 16 Überlebenden sind unglaubwürdig. Push-Backs gibt es grundsätzlich nicht.</p>
<p>PRO ASYL hat die Fallakten analysiert. Das Ergebnis: Eine lückenlose Aufklärung hat nie stattgefunden, stattdessen gab es offenkundig massive Vertuschungen von Seiten der griechischen Behörden: Zeitabläufe der Operation der Küstenwache wurden im Nachhinein verändert. In den gesamten Ermittlungsakten tauchen keine relevanten technischen Aufzeichungen auf. Angeblich gibt es keine GPS-Daten und Radaraufzeichnungen, keine Dokumentation der Telefon- und Funkkommunikation und keine Bildaufzeichnungen. Ob Seenotregeln beachtet wurden, wurde gar nicht erst untersucht. (siehe Anhang)</p>
<p>„Im Jahr 2014 sterben elf Frauen und Kinder an der hochgerüsteten EU- Außengrenze, angeblich ohne dass dies eine technische Spur hinterlässt. Verletzungen von elementaren Seenotregeln werden gar nicht erst untersucht &#8211; ein himmelschreiender Justizskandal“ so Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL. „Die Einstellung des Verfahrens stellt eine Verhöhnung der Opfer und ihrer Familienangehörigen dar. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung“.</p>
<p>Ein griechisches Rechtsanwältinnenteam bereitet aktuell eine Klage gegen Griechenland vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg vor. PRO ASYL unterstützt die Klage aus seinem Rechtshilfefonds. Bereits seit dem 24. Januar unterstützt PRO ASYL die Überlebenden rechtlich und humanitär indem das griechische Anwältinnenteam finanziert wird und hat zahlreiche Gespräche mit insgesamt 15 Zeugen geführt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>PRO ASYL steht Ihnen für Rückfragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung:</p>
<p>069 / 24 23 14 30<br />
presse@proasyl.de<br />
Postfach 160624<br />
60069 Frankfurt a.M.<br />
www.proasyl.de</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom 30.04.- 16.07.2014 800 bis 1.000 Boat-people ertrunken</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/vom-30-04-16-07-2014-800-bis-1-000-boat-people-ertrunken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2014 16:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Boatpeople]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=6277</guid>

					<description><![CDATA[Forschungsgesellschaft Flucht und Migration: Dokumentation Zentrales Mittelmeer 30.04.- 16.07.2014 800 bis 1.000 Boat-people ertrunken Seit Mai 2014 gibt es kleine Meldungen darüber, dass sich die italienische Militäroperation Mare Nostrum immer wieder aus der See vor Libyen<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/vom-30-04-16-07-2014-800-bis-1-000-boat-people-ertrunken/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Forschungsgesellschaft Flucht und Migration:</h2>
<p><strong>Dokumentation Zentrales Mittelmeer 30.04.- 16.07.2014 800 bis 1.000 Boat-people ertrunken</strong></p>
<p>Seit Mai 2014 gibt es kleine Meldungen darüber, dass sich die italienische Militäroperation Mare Nostrum immer wieder aus der See vor Libyen zurückzieht und immer größere Lücken lässt, die auch die eingebundene italienische Küstenwache auf SOS-Anruf nicht schließen kann. Einige Schiffskatastrophen haben sich ereignet, obwohl Flüchtlinge <span id="more-6277"></span>SOS-Alarm ausgelöst haben. Diese Meldungen gelangen nur am ganz am Rande in die Presse. Hiermit legt FFM eine Zusammenfassung aller Meldungen zu ertrunkenen Boat-people im Zentralen Mittelmeer im genannten Berichtszeitraum vor – Meldungen, die in wenigen Zeitungen kurzzeitig auftauchten und bislang nirgendwo systematisch recherchiert und zusammengefasst wurden. Die italienische Militäroperation Mare Nostrum und die Regierungen der EU und Nordafrikas zählen die Toten nicht. <a href="http://ffm-online.org/2014/07/20/zentrales-mittelmeer-sommer-2014-800-1-000-boat-people-ertrunken/#more-23264"><span style="color: #008000;"><strong>Mehr Infos.</strong></span></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>amnesty: 2300 tote geflüchtete seit 2000 an den EU-Grenzen</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/amnesty-2300-tote-gefluechtete-seit-2000-an-den-eu-grenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jul 2014 10:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=6156</guid>

					<description><![CDATA[EU gibt Milliarden für Festung Europa aus &#8222;Zwischen 2007 und 2013 hat die EU fast zwei Milliarden Euro für den Bau von Zäunen, hochentwickelten Überwachungssystemen und Grenzkontrollen ausgegeben. Nur 700 Millionen Euro aus dem EU-Budget flossen<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/amnesty-2300-tote-gefluechtete-seit-2000-an-den-eu-grenzen/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>EU gibt Milliarden für Festung Europa aus</h2>
<p>&#8222;Zwischen 2007 und 2013 hat die EU fast zwei Milliarden Euro für den Bau von Zäunen, hochentwickelten Überwachungssystemen und Grenzkontrollen ausgegeben. Nur 700 Millionen Euro aus dem EU-Budget flossen dagegen in den Ausbau der Asylverfahren und die Verbesserung der Situation von Asylsuchenden. Das stellt Amnesty in dem heute veröffentlichten Bericht &#8222;The Human Cost of Fortress Europe&#8220; (Festung Europa auf Kosten der Menschlichkeit) fest…&#8220;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong><a href="https://www.amnesty.de/2014/7/8/eu-gibt-milliarden-fuer-festung-europa-aus"><span style="color: #008000;">ai-Pressemitteilung</span></a></strong></span> vom 09. Juli 2014  Siehe den Bericht <span style="color: #008000;"><strong><a href="http://www.amnesty.org/en/library/asset/EUR05/001/2014/en/48cb6136-cefc-4fd0-96cd-cd43b46eb5a8/eur050012014en.pdf"><span style="color: #008000;">&#8222;The Human Cost of Fortress Europe&#8220;</span></a></strong></span> (engl.)(pdf)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Demonstration in Calais gegen polizeiliche Repression</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/demonstration-in-calais-gegen-die-polizeiliche-repression/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2014 17:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dublin II / III]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsprotest]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Calais]]></category>
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					<description><![CDATA[EXPULSIONS À CALAIS : APPEL À MOBILISATION LE 12 JUILLET SAMEDI 12 JUILLET À 14H PLACE D’ARMES SÄUBERUNG DER ÄRMELKANAL-KÜSTE VON MIGRANT/INN/EN IN CALAIS. Von Bernard Schmid aus Paris / Aus den Augen, aus dem Sinn: Wieder<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/07/demonstration-in-calais-gegen-die-polizeiliche-repression/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>EXPULSIONS À CALAIS : APPEL À MOBILISATION LE 12 JUILLET</h2>
<p><span style="color: #008000;"><a href="http://passeursdhospitalites.wordpress.com/2014/07/06/expulsions-a-calais-appel-a-mobilisation-le-12-juillet/"><span style="color: #008000;"><strong>SAMEDI 12 JUILLET À 14H PLACE D’ARMES</strong></span></a></span></p>
<p><strong>SÄUBERUNG DER ÄRMELKANAL-KÜSTE VON MIGRANT/INN/EN IN CALAIS.</strong></p>
<p>Von Bernard Schmid aus Paris / Aus den Augen, aus dem Sinn: Wieder einmal hat die französische Innenpolitik bewiesen, dass sie in der Lage ist, die Ärmelkanalküste rund um Calais von das Bild störenden Migranten zu „säubern“ – ohne das geringste Problem zu lösen.<span id="more-6139"></span></p>
<p>Am vergangenen Mittwoch (02. Juli) räumten ein Großaufgebot von Polizisten und Gendarmen um sechs Uhr die Essenausgabestelle, die Ehrenamtliche und Aktivisten mehrerer Initiativen für Flüchtlinge eingerichtet hatten. 610 Personen wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen, drei vorläufig festgenommene Initiativenmitglieder nicht mitgerechnet, und auf Polizeiwachen in der gesamten Region verteilt. In ihrer Mehrheit handelt es sich um Eritreer und Sudanesen, die zwei der übelsten Diktaturen in Afrika entflohen sind, sowie um Menschen aus den Bürgerkriegsländern Syrien und Afghanistan.</p>
<p>An der Ärmelkanalküste hoffen sie inständig auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien übersetzen zu können, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Mehrheitlich streben sie nach danach, einen Flüchtlings- oder sonstigen Aufenthaltsstatus in Kontinentaleuropa zu erlangen, sondern es zieht sie nach England. Aus sprachlichen Gründen – Englisch ist bei ihnen verbreiteter als andere europäischen Sprachen, zumal im Sudan und in Afghanistan oder auch im Irak, die alle drei dereinst durch die Briten kolonisiert wurden -, weil sie dort bereits Familie oder Bekannte haben. Und auch, weil im seit einem Vierteljahrhundert neoliberal durchstrukturierten Großbritannien der Arbeitsmarkt durchlässiger ist. Das bedeutet zwar mehr Ausbeutung, oft überlange Arbeitszeiten und wenig Sicherheit für die Beschäftigten. Aber eben auch vielfach Möglichkeiten für Migranten mit oder ohne Aufenthaltsdokumenten, irgendwo einen Platz im sozialen Gefüge zu finden.</p>
<p>Die britischen Behörden tolerierten dies anfänglich einmal. Doch unter dem Druck einer öffentlichen Meinung im eigenen Land, der die Politik irgendwelche „Erfolge“ ihres Handelns präsentieren muss, verschrieben auch sie sich dem Kampf gegen „illegale Migration“ – ist deren demonstrative Bekämpfung doch einfacher, als zu versuchen, etwa die Finanzfirmen in der City of London unter Kontrolle zu bekommen. Im Jahr 2002 vereinbarten die damaligen Innenminister auf britischer und französischer Seite, Jack Straw und Nicolas Sarkozy, ostensiv die Schließung des Lagers in Sangatte, zwölf Kilometer von Calais entfernt. Dort hatte das Rote Kreuz eine Notunterkunft eingerichtet, die für 800 Personen geplant, jedoch in jenem Jahr real von 1.800 Personen belegt war. Durch das Dichtmachen des Lagers wurden sie vertrieben, aber ohne ihnen eine Perspektive zu geben. Deswegen bildeten sich neue, dieses Mal nicht von Hilfsorganisationen betreute und mit sanitären Lagern ausgestattete „wilde“ Lager. Das wohl bekannteste von ihnen war der „Jungle“ in einem Außenviertel von Calais, der seinerseits 2009 geräumt und abgerissen wurde.</p>
<p>In jüngster Zeit hatten sich zunächst zwei Zeltlager mitten in der Stadt Calais gebildet, das eine umfasste 85 und das andere 120 Zelte, am Rande eines Kanals. Das Gebiet wurde immer stärker zum Brennpunkt, seitdem vor allem im vergangenen Frühjahr eine rechtsextreme Bürgermiliz immer wieder versuchte, die Gemüter vor Ort zum Kochen zu bringen. Das Kollektiv Sauvons Calais! („Retten wir Calais“!) bedrohte die Lager, sammelte Unterschriften dagegen und rief die Bürger zur so genannten „Selbsthilfe“ auf. Anführer der Gruppierung ist Kévin Rèche, der unverhohlen ein auf seine Haut eintätowiertes Hakenkreuz spazieren trägt.</p>
<p>Am 13. April rief seine Gruppe zusammen mit der Jeunesse identitaire („Identitäre Jugend“), der Jugendorganisation des Bloc identitaire – eine außerparlamentarisch und stark auf Agitprop setzende faschistische Organisation – zu einer Demonstration in Calais auf. Allerdings gab es einen Gegenaufruf aus antirassistischen Gruppen sowie der Hausbesetzerszene, an jenem Sonntag zu einer Gegendemonstration zu mobilisieren sowie das ganze Wochenende über Gegenaktivitäten zu organisieren. Die rechtsextreme Demonstration wurde daraufhin „aufgrund von Sicherheitsbedenken“ verboten. Sauvons Calais wird zudem verdächtigt, mit den Schüssen in Verbindung zu stehen, mit denen ein Beschäftigter im Sicherheitsgewerbe in der Nacht vom 12. zum 13. Juni aus einem Schrotgewehr abfeuerte. Zwei Sudanesen wurden dabei im Abstand von zwei Stunden gefährlich verletzt, der Prozess des Schützen begann am Montag dieser Woche (07. Juli).</p>
<p>Auch ansonsten steht die Stimmung in Calais unter Druck. Seit 2002 verzeichnet auch der Front National überdurchschnittliche Wahlergebnisse in der Gegend, bei den diesjährigen Europaparlamentswahlen etwa erhielt er in Calais 31 Prozent.</p>
<p>Unterdessen wollen die Migranten lediglich die Möglichkeit erhalten, auf Zeit menschenwürdig unterzukommen, bevor sie das Übersetzen nach England versuchen. Eine Minderheit von ihnen wagt die Überfahrt es auf Floßen treibend oder durchschwimmt sogar den Ärmelkanal mit Schwimmflossen, während die Mehrzahl versucht, an den Einladestellen zu den Fähren oder an der Einfahrt zum Eurotunnel auf die Verladeflächen von LKWs zu gelangen. Nur einer kleinen Minderheit gelingt dies, und viele Fahrer sind inzwischen mit Stöcken ausgestattet. Aber aufgrund der großen Zahl von gleichzeitig Anstürmenden an den Warteschlangen für LKWs entgehen mitunter einige eingestiegene blinde Passagiere der Aufmerksamkeit von Polizei oder Fernfahrern.</p>
<p>Viele geben es aber mit der Zeit auch einfach auf und resignieren, zumal die oft mafiösen Schleuser- der „Schlepper“organisationen – deren Geschäftsgrundlage die Prohibitionspolitik gegen Grenzübertritte darstellt – ihr Territorium brutal behaupten und es auszudehnen versuchten. Konnten früher Migranten oft noch wählen, ob es sie auf eigene Faust versuchten oder aber ihre Chancen zu verbessern trachteten, indem sie Schleuser bezahlten, schlage Letztere heute oft diejenigen zusammen, die nicht zahlen und auf ihre Dienste zurückgreifen wollen. Ihr Zugriff hat die Lebensverhältnisse in den Durchgangslagern noch verschlechtert und viele zusätzlich entmutigt. Aber jene, die es immer wieder versuchen, brauchen angeblich im Durchschnitt zwischen einem und fünf Monaten, um den Durchschlupf nach England zu finden.</p>
<p>Am 27. Mai wurden die beiden Zeltlager in Calais geräumt, unter dem Vorwand, eine dort grassierende Krätzeepidemie zu bekämpfen. Da die Migranten aber keine sonstige Perspektive hatten, überquerten sie einfach die Straße und ließen sich in der Essenausgabestelle der Initiative „Salam“ zum Schlafen nieder.</p>
<p>Rund 300 Personen übernachteten dort. Die neuerliche Räumung am vorigen Mittwoch geht nun allerdings mit dem Versuch einher, die Personen für längere Zeit aus dem Raum Calais zu entfernen – jedenfalls in den Augen der lokalen Öffentlichkeit, der dies vorgespiegelt wird. Zwei Drittel der Festgenommenen wurden nach kurzer Zeit wieder freigelassen, jedoch 210 Personen auf Abschiebezentren in mehreren Teilen Frankreichs verteilt. Niemand wurde jedoch in das Abschiebegefängnis Coquelles gesteckt, das nur sechs Kilometer von Calais entfernt liegt. Stattdessen wurden die Menschen nach Lille, aber auch ins westfranzösische Rennes, nach Rouen sowie in den Raum Paris entsandt und auf mehrere Abschiebzentren verteilt.</p>
<p>Dort blieb aber nur eine kleine Minderheit. Eine kleine Gruppe von Afghanen wurde nach Italien zurückgeschoben, wo sie in die EU eingereist waren und einen Asylantrag gestellt hatten, um sie nicht sofort beim Grenzübertritt abgelehnt zu werden. Die Eritreer in den Abschiebehaftanstalten rund um Paris wurden an diesem Montag Vormittag wieder freigelassen, was die Behörden den Solidaritätsinitiativen bereits am Wochenende angekündigt hatten. Ebenso kamen zehn Afghanen aus Palaiseau in der Nähe von Paris bis zu Montag frei.<br />
Sie werden bald wieder auf den Migrantenrouten unterwegs sein, und aller Wahrscheinlichkeit nach in Kürze auch wieder im Raum Calais auftauchen. Die Räumung und Zwangsverschickung in andere Teile Frankreichs sollte sie davon abschrecken. Aber wer etwa vor dem Terrorregime Eritreas fliehen konnte und zwei Dutzend Länder durchquert hat, wird sich davon kaum abhalten lassen.</p>
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		<title>Malta: Militärische &#8222;NGO&#8220; spürt mit Drohnen Bootsflüchtlinge auf‏</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/06/malta-militaerische-ngo-spuert-mit-drohnen-bootsfluechtlinge-auf%e2%80%8f/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2014 19:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[Push-Back-Initiative der EU und der USA Mit einem Schiff und Drohnen will eine maltesische &#8222;NGO&#8220; mit Verbindungen zu US- und EU-Schaltzentralen angeblich auf Flüchtlingsrettung im Mittelmeer gehen. Die &#8222;NGO&#8220; entstammt organisatorisch dem Personal der maltesischen Militär-<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/06/malta-militaerische-ngo-spuert-mit-drohnen-bootsfluechtlinge-auf%e2%80%8f/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Push-Back-Initiative der EU und der USA</h2>
<p>Mit einem Schiff und Drohnen will eine maltesische &#8222;NGO&#8220; mit Verbindungen zu US- und EU-Schaltzentralen angeblich auf Flüchtlingsrettung im Mittelmeer gehen. Die &#8222;NGO&#8220; entstammt organisatorisch dem Personal der maltesischen Militär- und Geheimdienstspitze mit Einsatzerfahrungen in den jüngsten globalen Kriegen. <strong><span style="color: #008000;"><a href="http://ffm-online.org/2014/06/30/malta-militaerische-ngo-will-mit-drohnen-boat-people-retten/"><span style="color: #008000;">mehr Infos.</span></a></span></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frontex &#8211; über 200 tote Boat-people im Kanal von Sizilien</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/06/frontex-ueber-200-tote-boat-people-im-kanal-von-sizilien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2014 14:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Frontex]]></category>
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					<description><![CDATA[Rolle von Frontex im Kanal von Sizilien Die italienische Tageszeitung &#8222;Il Fatto Quotidiano&#8220; weist auf die näheren Umstände des Schiffbruchs von 2 Flüchtlingsbooten 40 Seemeilen vor der libyschen Küste hin &#8211; und auf die zu untersuchende<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/06/frontex-ueber-200-tote-boat-people-im-kanal-von-sizilien/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Rolle von Frontex im Kanal von Sizilien</h2>
<p>Die italienische Tageszeitung &#8222;Il Fatto Quotidiano&#8220; weist auf die näheren Umstände des Schiffbruchs von 2 Flüchtlingsbooten 40 Seemeilen vor der libyschen Küste hin &#8211; und auf die zu untersuchende Rolle von Frontex hin:</p>
<p>In der Meereszone, in der am 13.06.2014 vermutlich mehr als 200 Flüchtlinge ertranken, hatten die Kriegsschiffe der italienischen Operation &#8222;Mare Nostrum&#8220; seit Ende Oktober 2013 Tausende von Bootsflüchtlingen gerettet. Seit ungefähr einem Monat zieht sich der italienische Militäreinsatz aus dieser Meeresregion zurück und fordert die libysche <span id="more-6028"></span>Militär-Küstenwache erpresserisch auf zu &#8222;retten&#8220; (d.h. die verhafteten Bootsflüchtlinge in berüchtigte Lager an der Küste einzusperren), und zugleich bekundet die italienische Regierung gegenüber der EU, dass die EU endlich die Rettungs- oder Abschottungsarbeiten im Kanal von Sizilien übernehmen solle. Zumindest eines der beiden Flüchtlingsschiffe in Seenot hat ein portugiesisches Frontex-Flugzeug erkannt und (wann?) dies offensichtlich nach Italien gemeldet. Obwohl die italienische Küstenwache mit einem Schiff ganz in der Nähe des Unglücks war, kam ihr Einsatz zu spät. Der Bericht der italienischen Tageszeitung betont, dass nach Eingang des Frontex-Hinweises alle verfügbaren militärischen Kriegsschiffe in die Todesregion in Gang gesetzt wurde, Hubschrauber sofort auf den Weg geschickt wurden etc. Damit stellt sich die Frage nach der Rolle von Frontex im Kanal von Sizilien im aktuellen Szenario, d.h. dem langsamen Rückzug von Mare Nostrum. Mehr <span style="color: #008000;"><strong><a href="http://ffm-online.org/2014/06/15/frontex-fuer-200-tote-am-13-06-2014-verantwortlich-il-fatto-quotidiano/"><span style="color: #008000;">Informationen</span></a> &#8211; <a href="http://ffm-online.org/2014/06/15/italienische-marine-zieht-sich-zurueck-ueber-200-tote-boat-people-in-einem-monat/"><span style="color: #008000;">Info1 </span></a></strong></span></p>
<p>&#8212;<br />
Helmut Dietrich<br />
Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V.<br />
Gneisenaustr. 2a<br />
10961 Berlin<br />
http://ffm-online.org<br />
0049 &#8211; (0)176 358 77 605</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Angst ist weg! Melilla</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/03/die-angst-ist-weg-melilla/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2014 11:36:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrikanische Länder]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[1.100 versuchen es, über 500 schaffen es über den Zaun, mit vielen Verletzungen Erstaunlich: Der von den Flüchtlingen und MigrantInnen überkletterte und niedergerissene EU-Zaun wird bislang nirgendwo gezeigt. Sehr sehenswert folgende Videos  &#8212; Helmut Dietrich Forschungsgesellschaft<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/03/die-angst-ist-weg-melilla/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>1.100 versuchen es, über 500 schaffen es über den Zaun, mit vielen Verletzungen</h2>
<p>Erstaunlich: Der von den Flüchtlingen und MigrantInnen überkletterte und niedergerissene EU-Zaun wird bislang nirgendwo gezeigt. Sehr sehenswert folgende <span style="color: #008000;"><strong><a href="http://ffm-online.org/2014/03/18/melilla-eu-zaun-1-100-versuchen-500-schaffen-es-viele-zaun-verletzte/" target="_self"><span style="color: #008000;">Videos</span></a></strong></span><br />
<span id="more-5620"></span> &#8212;<br />
Helmut Dietrich<br />
Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V.<br />
Gneisenaustr. 2a<br />
10961 Berlin<br />
http://ffm-online.org<br />
0049 &#8211; (0)176 358 77 605</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Melilla! Größte Flüchtlingsaktion seit 2005!‏</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2014/03/melilla-groesste-fluechtlingsaktion-seit-2005%e2%80%8f/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 13:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrikanische Länder]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsprotest]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Flüchtlinge stürmen EU-Zaun 400 Flüchtlinge haben um 06.30 Uhr haben an zwei verschiedenen Stellen des EU-Zauns und an einer Grenzübergangsstelle versucht, nach Melilla hineinzukommen. Über 200 schaffen den Lauf in die Innenstadt, es ist die größte<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2014/03/melilla-groesste-fluechtlingsaktion-seit-2005%e2%80%8f/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Flüchtlinge stürmen EU-Zaun</h2>
<p>400 Flüchtlinge haben um 06.30 Uhr haben an zwei verschiedenen Stellen des EU-Zauns und an einer Grenzübergangsstelle versucht, nach Melilla hineinzukommen. Über 200 schaffen den Lauf in die Innenstadt, es ist die größte erfolgreiche Grenzaktion in Melilla seit 2005.<span id="more-5569"></span>Mehr Infos:<br />
<span style="color: #008000;"><strong><a href="http://ffm-online.org/2014/02/28/melilla-eu-zaun-300-fluechtlinge-ueberklettern-ueber-200-laufen-in-die-stadt/" target="_self"><span style="color: #008000;">ffm-online</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #008000;"><strong> <a href="http://www.elmundo.es/espana/2014/02/28/53103064268e3ea9138b456e.html"><span style="color: #008000;">elmundo</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #008000;"><strong> <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1375940.html" target="_self"><span style="color: #008000;">tagesschau</span></a></strong></span></p>
<p>Mit den Rufen “oe, oe, oe” (bekannt aus Fußballstadien), “Libertad” [Freiheit], “Viva España” y “Madrid, Madrid” haben sie auf ihrem Lauf in die Innenstadt den Stadtteil geweckt.</p>
<p>taz 27.02.2014<br />
<span style="color: #008000;"><strong><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2014/02/27/a0201&amp;cHash=ea14beca19fe5f18cdc81824f8c03141" target="_self"><span style="color: #008000;">Die Menschenfalle</span></a></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<pre></pre>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Schatten der Zitadelle</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/12/im-schatten-der-zitadelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2013 17:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=5424</guid>

					<description><![CDATA[„Menschenrechte an den Grenzen wahren“ Brot für die Welt, PRO ASYL, medico international mit neuer Studie zu den Folgen europäischer Flüchtlings- und Migrationspolitik Berlin/Frankfurt am Main, 17.12. 2013.  Pressemitteilung: Anlässlich des internationalen Tags der Migrantinnen und<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/12/im-schatten-der-zitadelle/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>„Menschenrechte an den Grenzen wahren“</h2>
<p><strong>Brot für die Welt, PRO ASYL, medico international mit neuer Studie zu den Folgen europäischer Flüchtlings- und Migrationspolitik</strong></p>
<p>Berlin/Frankfurt am Main, 17.12. 2013.  <strong>Pressemitteilung:</strong> Anlässlich des internationalen Tags der Migrantinnen und Migranten am 18. Dezember veröffentlichen Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL die Studie <span style="color: #008000;"><strong>„<a href="http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/NEWS/2013/Im_Schatten_der_Zitadelle_2013.pdf" target="_self" rel="noopener"><span style="color: #008000;">Im Schatten der Zitadelle</span></a>.</strong></span> Der Einfluss des europäischen <span id="more-5424"></span>Migrationsregimes auf Drittstaaten“. Die exemplarischen Fallstudien zeigen: Die europäische Politik der Externalisierung, also der Auslagerung von Flucht- und Migrationskontrolle, wirkt sich fatal auf Schutzsuchende aus. Zudem beeinträchtigt sie die Gesellschaften der Transit- und Herkunftsländer. Obwohl die jüngsten Flüchtlingstragödien vor Lampedusa/Italien medial eine große Aufmerksamkeit erhalten haben, ist bislang keine politische Antwort gefunden worden, die das Leid und die Not der Schutzsuchenden lindern. Stattdessen wurden weitere Maßnahmen zur Abschottung der europäischen Außengrenzen beschlossen. Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL appellieren auch aufgrund der Erkenntnisse der Studie an die EU- Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen am 19./20. Dezember 2013, eine menschenrechtsbasierte Neuausrichtung der Flüchtlings- und Migrationspolitik zu beschließen und nicht weiterhin auf Abwehr zu setzen.</p>
<p>Die Erfahrungen aus dem Senegal, Mauretanien, Tunesien, der Türkei und der Republik Moldau dokumentieren, wie die Vorgaben und Eingriffe der europäischen Migrationsabwehr bislang offene Regionen des Transits und des Verweilens verschließen. „Es zeigt sich, dass mehr Kontrolle nicht mehr Überlebenssicherheit, sondern im Gegenteil mehr Tod und Verfolgung schafft. Die betroffenen Länder verwandeln sich für Flüchtlinge, Migranten und Migrantinnen in gefängnisähnliche Zonen,“ so Martin Glasenapp, Öffentlichkeitsreferent bei medico international. „Die zusätzliche Kriminalisierung irregulärer Ausreise ist dramatischer Ausdruck dieser Politik.“ Die Studien zeigen: Europas Politik gefährdet auch den sozialen Zusammenhalt in den betroffenen Gesellschaften und zerstört migrationsbedingte nachhaltige Entwicklungspotentiale.</p>
<p>Auch die sogenannten EU-Mobilitätspartnerschaften mit Drittstaaten verfehlen bislang das erklärte Ziel einer Verknüpfung von Entwicklung und Migration. „Als Anreiz für die Kooperationsbereitschaft von Drittstaaten bei der Migrationskontrolle wird den Ländern Entwicklungshilfe angeboten – diese Konditionalisierung auf Kosten der Rechte von Schutzsuchenden ist inakzeptabel“, sagt Sophia Wirsching, Referentin für Migration von Brot für die Welt.</p>
<p>Das Grenzüberwachungssystem Eurosur hat Anfang Dezember 2013 seinen Betrieb aufgenommen. Die sogenannte Mobilitätspartnerschaft der EU mit Tunesien setzt auf Abwehr statt auf Reiseerleichterungen. Auch das am 16. Dezember 2013 unterzeichnete Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei ist ein verheerendes Signal für den Flüchtlingsschutz. „Ein Abschiebeabkommen mit der Türkei abzuschließen und zu bejubeln, ist nicht nur schäbig, sondern drückt aus, dass Europa sich kollektiv seiner Verantwortung für den Flüchtlingsschutz entziehen will“, so Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL. Die Türkei hat über 530.000 syrische Flüchtlinge bereits aufgenommen – die gesamte EU gerade einmal 50.000. Die EU-Staaten Griechenland und Bulgarien weisen systematisch und völkerrechtswidrig Flüchtlinge in die Türkei zurück.</p>
<p>Eine Vorabversion der Langstudie stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br />
Brot für die Welt<br />
Renate Vacker, renate.<a href="mailto:vacker@brot-fuer-die-welt.de" target="_self" rel="noopener">vacker@brot-fuer-die-welt.de</a>, Tel.: 030-65211 -1833</p>
<p>medico international<br />
Martin Glasenapp, <a href="mailto:glas@medico.de" target="_self" rel="noopener">glas@medico.de</a>, Tel.: 0179-1091553</p>
<p>PRO ASYL<br />
Karl Kopp, <a href="mailto:kk@proasyl.de" target="_self" rel="noopener">kk@proasyl.de</a>, Tel.: 069-2423-1459</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ergebnisse des EU-Gipfels in Brüssel</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ergebnisse-des-eu-gipfels-in-bruessel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 10:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=5157</guid>

					<description><![CDATA[Keine Änderung in der europäischen Flüchtlingspolitik.     Das Sterben geht weiter! Entschließung des Europäischen Parlaments vom 23. Oktober 2010 Der Spiegel Tagesschau Süddeutsche newsticker Dokumentiert ein Brief vor der Abstimmung des Europäischen Parlaments Liebe Interessierte<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ergebnisse-des-eu-gipfels-in-bruessel/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Keine Änderung in der europäischen Flüchtlingspolitik.     Das Sterben geht weiter!</h2>
<p><strong><a href="http://www.aktionbleiberecht.de/zeug/abr/Entschliessung_des_Europäischen_%20Parlaments_vom_23._Oktober_2013.pdf">Entschließung des Europäischen Parlaments vom 23. Oktober 2010</a></strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-gipfel-in-bruessel-lehnt-aenderung-der-fluechtlingspolitik-ab-a-929984.html" target="_self">Der Spiegel</a></li>
<li><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/eu-gipfel144.html" target="_self">Tagesschau</a></li>
<li><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1507776" target="_self">Süddeutsche newsticker</a><strong><span id="more-5157"></span></strong></li>
</ul>
<p><strong>Dokumentiert ein Brief vor der Abstimmung des Europäischen Parlaments</strong></p>
<p>Liebe Interessierte an europäischer Migrations- und Flüchtlingspolitik,<br />
das Europaparlament hat gestern erstmals seit Jahren eine fraktionsübergreifende Resolution zur europäischen Flüchtlingspolitik verabschiedet. Die Resolution ist ein starkes Signal an die europäischen Staats- und Regierungschefs, die morgen über die Katastrophe von Lampedusa und ihre Folgen beraten werden.</p>
<p>Zentrale Forderungen des Europaparlaments sind:</p>
<p><strong>Seenotrettung</strong><br />
&#8211; Europa muss die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen zu einer Kernaufgabe der Grenzüberwachung machen<br />
&#8211; die Neuverordnung für gemeinsame Frontex-Einsätze auf See muss verbindliche Regeln zur Seenotrettung enthalten<br />
&#8211; europäische und nationale Gesetze, die es unter Strafe stellen Flüchtlingen aus Seenot zu retten, müssen reformiert werden</p>
<p><strong>Solidarität bei der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen- es soll ein Mechanismus geschaffen werden zur gerechten Verteilung von Flüchtlingen in Europa, um so die EU-Mittelmeerländer zu entlasten (im Klartext heißt das: Dublin muss reformiert werden)</strong><br />
&#8211; Mitgliedsstaaten sollen mehr Flüchtlinge aus den EU-Mittelmeerländern übernehmen; Umsiedlungsprogramme (relocation) für Flüchtlinge sollen entsprechend ausgeweitet werden<br />
&#8211; Mitgliedsstaaten sollen keine Flüchtlinge mehr im Rahmen der Dublin-Verordnung in EU-Staaten zurückschicken, deren Asylsystem überlastet ist (im Klartext: neben Griechenland auch keine Rücküberstellung mehr von Flüchtlingen nach Malta oder Italien)</p>
<p><strong>Legale Einreisemöglichkeiten</strong><br />
&#8211; Flüchtlinge müssen einen sicheren und fairen Zugang zum europäischen Asylsystem bekommen, zum Beispiel durch humanitäre Visa.<br />
&#8211; die EU soll eine umfassende Strategie für die Migration von Arbeitskräften im Mittelmeerraum entwickeln, inklusiver legaler Zugangsmöglichkeiten</p>
<p>Die Verhandlungen zur Resolution war schwierig, weil den Konservativen viele unserer Forderungen zu weit gingen. Vor allem bei legalen Einreisemöglichkeiten hätten wir Grüne uns gerne stärkere Forderungen gewünscht. Aber das war mit den Konservativen ebenso wenig zu machen, wie menschenrechtliche Einschränkungen bei der Zusammenarbeit mit Drittstaaten. Am Ende haben wir es trotzdem geschafft, einen Text abzustimmen, der deutlich macht, dass Lampedusa ein Wendepunkt für Europa sein muss.<br />
Für die Grünen hat Ska Keller, migrationspolitische Sprecherin der Grünen Europafraktion, die Verhandlungen geführt.</p>
<p>Mit besten Grüßen aus Straßburg,<br />
Stefanie Sifft</p>
<p>********************<br />
Stefanie Sifft</p>
<p>Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ska Keller<br />
Europaparlament<br />
ASP 08 H 240<br />
Rue Wiertz 60<br />
B-1047 Brüssel<br />
Tel: +32-2-2837379</p>
<p>Email : stefanie.sifft@europarl.europa.eu<br />
Twitter: StefiSifft</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Unglück als Ausschnitt einer andauernden Katastrophe</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ein-unglueck-als-ausschnitt-einer-andauernden-katastrophe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2013 17:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine rassismuskritische Einmischung aus aktuellem Anlass Andreas Foitzik, Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg 8.10.2013 I. Am vergangenen Donnerstag, dem 3. Oktober 2013, ist vor den Küsten Lampedusas ein Flüchtlingsschiff in Brand geraten und gesunken. Von den rund<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ein-unglueck-als-ausschnitt-einer-andauernden-katastrophe/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="49.15627449471549">Eine rassismuskritische Einmischung aus aktuellem Anlass</h2>
<div dir="ltr" data-font-name="g_font_12_0" data-canvas-width="68.42022073284743">Andreas Foitzik, Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg 8.10.2013</div>
<div dir="ltr" data-font-name="g_font_8_0" data-canvas-width="105.33983150477903">I. Am vergangenen Donnerstag, dem 3. Oktober 2013, ist vor den Küsten Lampedusas ein Flüchtlingsschiff in Brand geraten und gesunken. Von den rund 500 Flüchtlingen an Borddieses kleinen Kutters konnten nur 150 gerettet werden. Eine unvorstellbare Zahl von vermutlich über 300 Menschen kam ums Leben.Das Unglück. Wieder. Nicht das erste Mal. Als im Januar 2012 die Costa Concordia kentert,dabei 32 Menschen ums Leben kommen, listet die taz dieses Unglück auf Platz 28 der größten Schiffskatastrophen im Mittelmeer seit 2006. Alle anderen Havarien waren Flüchtlingsboote mit zum Teil mehreren Hundert Todesopfern. In aller Regel eine Randnotizin den Medien. <strong><a href="http://aufruf-gegen-abschiebung.de/wp-content/uploads/2013/10/Ein-Unglueck-als-Ausschnitt-einer-andauernden-Katastrophe.pdf" target="_self">Mehr Informationen.</a></strong></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Schiffstragödie / zwei Versionen von Erklärungen</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/neue-schiffstragoedie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2013 11:08:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dutzende Tote, unter ihnen Frauen und Kinder, werden vermisst. http://ffm-online.org/2013/10/11/dutzende-tote-unter-ihnen-frauen-und-kinder-il-fatto-quotidiano/ Zu der neuen Schiffstragödie ist es um 17:15 Uhr (11.10.2013) gekommen, als ein maltesisches Überwachungsflugzeug ein Schiff mit 250 Flüchtlingen an Bord überflogen hat. Das Schiff<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/neue-schiffstragoedie/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Dutzende Tote, unter ihnen Frauen und Kinder, werden vermisst.</h2>
<p><a href="http://ffm-online.org/2013/10/11/dutzende-tote-unter-ihnen-frauen-und-kinder-il-fatto-quotidiano/" target="_blank" rel="noopener">http://ffm-online.org/2013/10/11/dutzende-tote-unter-ihnen-frauen-und-kinder-il-fatto-quotidiano/</a></p>
<p>Zu der neuen Schiffstragödie ist es um 17:15 Uhr (11.10.2013) gekommen, als ein maltesisches Überwachungsflugzeug ein Schiff mit 250 Flüchtlingen an Bord überflogen hat. Das Schiff solle gerade die libyschen Gewässer verlassen haben und sich bereits in der maltesischen Meeresregion befunden. Es befand sich in Seenot und hatte SOS auch über Satellitentelefon gesendet. Die Flüchtlinge sind, als sie überflogen wurden, aufgestanden, haben gewunken und wollten sich dem Flugzeug mit ihren Körperbewegungen bemerkbar machen. Dadurch ist das Schiff gekentert. 50 Überlebende sollen von italienischen Küstenwachen und Militärs, 150 von maltesischen Küstenwachen gerettet worden sein. <span id="more-5094"></span>Dutzende Tote, unter ihnen Frauen und Kinder, werden vermisst. Vom maltesischen Überwachungsflugzeug aus &#8211; Frontex? &#8211; wurde das Ertrinken live verfolgt. An gleicher Stelle sind in den beiden vergangenen beiden Jahrzehnten Flüchtlingsschiffe mit hunderten Boat-people untergegangen. 339 tote Boat-people wurden bislang von der Flüchtlingstragödie des 03.10.2013 geborgen.</p>
<p>Zweite Version:</p>
<p>Überlebende der Schiffstragödie vom 11.10.2013 berichten, dass ihnen über sechs Stunden ein Patrouillenschiff der militarisierten libyschen Küstenwache gefolgt ist. Sie schossen immer wieder auf das Flüchtlingsschiff, weil es nicht kehrt machte. Mit ihren Schüssen töteten sie zwei Flüchtlinge. Schließlich bewirkte der Beschuss, dass das Flüchtlingsschiff kenterte. Diese Version der Überbelebenden widerspricht der ersten offiziellen maltesisch-italienischen Version, die das Kentern darauf zurückführte, dass ein maltesisches Flugzeug das Schiff überflog und sich die Flüchtlinge bemerkbar zu machen versuchten.Zudem seien nach Auskunft der Überlebenden über 400 Flüchtlinge an Bord gewesen, so dass ca. 200 Flüchtlinge ertrunken sind. Das Patrouillenschiff der libyschen Küstenwache dürfte ein italienisches “Geschenk” gewesen sein, und zu fragen ist, ob bei dem Beschuss italienische Grenzpolizisten an Bord waren: Am 07.10.2013 haben die italienische und libysche Grenzpolizei sowie  zugehörige weitere Grenzüberwachungsbehörden ein Übereinkommen abgeschlossen. Demnach wird ab sofort die libysche Grenzgendarmerie mit den italienisch-libyschen Schiffen patrouillieren, überwacht durch italienische Grenzpolizisten. Einzelheiten über die Modalitäten gemeinsamer Patrouillen wurden nicht veröffentlicht. Eingesetzt werden alle Patrouillenschiffe, die Italien dem nordafrikanischen Land seit 2009 (damals an Gaddafi) geliefert hat. Das ist die italienisch-europäische Antwort auf die Schiffstragödie vor Lampedusa am 03.10.2013, die 363 eritreischen und somalischen Flüchtlingen das Leben gekostet hat.</p>
<p><a href="http://ffm-online.org/2013/10/13/libysche-kuestenwache-schoss-auf-fluechtlingsschiff-dadurch-kenterte-es/" target="_blank" rel="noopener">http://ffm-online.org/2013/10/13/libysche-kuestenwache-schoss-auf-fluechtlingsschiff-dadurch-kenterte-es/</a></p>
<pre></pre>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>EU-Innenministerkonferenz: Europa schaut Flüchtlingssterben weiter zu</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/eu-innenministerkonferenz-europa-schaut-fluechtlingssterben-weiter-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 17:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrikanische Länder]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschlands Blockadehaltung ist beschämend Eurosur, Frontex oder Entwicklungshilfe verhindern nicht das Massensterben Presseerklärung  9. Oktober 2013 PRO ASYL:  Die EU-Innenminister beschlossen bei ihrem EU-Ratstreffen in Luxemburg zur Katastrophe von Lampedusa gestern lediglich, eine „Task Force“ einzurichten,<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/eu-innenministerkonferenz-europa-schaut-fluechtlingssterben-weiter-zu/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Deutschlands Blockadehaltung ist beschämend</h2>
<p><strong>Eurosur, Frontex oder Entwicklungshilfe verhindern nicht das Massensterben</strong></p>
<p>Presseerklärung  9. Oktober 2013 PRO ASYL:  Die EU-Innenminister beschlossen bei ihrem EU-Ratstreffen in Luxemburg zur Katastrophe von Lampedusa gestern lediglich, eine „Task Force“ einzurichten, die Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Katastrophen erarbeiten soll. Bundesinnenminister Friedrich hatte grundlegende Änderungen der EU-Asylpolitik von vornherein kategorisch ausgeschlossen.</p>
<p><span id="more-5085"></span>Die Blockadehaltung Deutschlands und anderer EU-Staaten zeigt, dass die zentralen politischen Akteure in der EU kein Interesse daran haben, das Sterben der Menschen auf dem Meer zu beenden. „Das Ergebnis ist angesichts der vielen Todesopfer vor den Außengrenzen der EU zutiefst beschämend,“ so Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. Vor den Küsten Italiens, Maltas und Griechenlands sind von 1993 bis 2012 bereits mehr als 17.000 Menschen umgekommen.</p>
<p><strong>Eurosur: Perfektionierung der Abschottung statt Lebensrettung</strong></p>
<p>Morgen soll das Grenzüberwachungssystem Eurosur vom Europäischen Parlament verabschiedet werden. PRO ASYL weist darauf hin, dass Eurosur kein Instrument zur Rettung von Menschenleben, sondern ein weiteres System zur Abwehr von Flüchtlingen ist. PRO ASYL appelliert an die Abgeordneten, die Eurosur-Verordnung abzulehnen. Wenn Eurosur wirklich zur Rettung von Flüchtlingen beitragen soll, müsste die Verordnung grundlegend geändert werden.</p>
<p>Zweck von Eurosur ist laut Verordnungsentwurf die „Aufspürung, die Verhinderung und Verfolgung illegaler Einwanderung und grenzüberschreitender Kriminalität“. Zur Seenotrettung heißt es lediglich, die Verordnung „trägt dazu bei“ den „Schutz und die Lebensrettung von Migranten zu gewährleisten.“ Weitere Bestimmungen laufen der Seenotrettung zuwider. So müssen Grenzschützer ihre nationalen Seenotrettungszentren zwar über Seenot-Vorfälle informieren, es gibt aber keine Verpflichtung zur Zusammenarbeit. Eurosur wird am europäischen Verantwortungsvakuum bei der Seenotrettung von Flüchtlingen nichts ändern.</p>
<p>Das Grenzüberwachungssystem sieht außerdem die Einbindung von Drittstaaten in die Flüchtlingsabwehr vor: Mithilfe von Eurosur soll Frontex künftig die nordafrikanischen Küsten mit Satelliten und anderen Überwachungstechnologien kontrollieren. Drittstaaten sollen so über aufgespürte Flüchtlingsboote vor ihren Küsten und auf dem Mittelmeer informiert werden, um die Boote frühzeitig abzufangen. EUROSUR zielt auf verbesserter Flüchtlingsabwehr, nicht auf die Wahrung von Menschenrechten oder die Seenotrettung.</p>
<p><strong>Frontex ist keine Seenotrettungs-Agentur</strong></p>
<p>Der Vorschlag von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, im gesamten Mittelmeerraum eine Frontex-Operation zur Rettung von Flüchtlingen ins Leben zu rufen, ignoriert, dass Frontex zur Bekämpfung der „irregulärer Migration“ geschaffen wurde. Dieses Mandat widerspricht der Rettung von Flüchtlingen. Bisherige Frontex-Operationen haben Schutzsuchende auf immer gefährlichere Routen getrieben. Die Frontex-Operation Hermes 2011 im zentralen Mittelmeer hat den Tod von über 2.000 Flüchtlingen nicht verhindert. Selbst wenn das Mandat von der Migrationsverhinderung zur Rettung von Flüchtlingen abgeändert würde, ist ungeklärt, welche EU-Staaten von Frontex gerettete Flüchtlinge aufnehmen würden. EU-Staaten wie etwa Malta weigern sich immer wieder, gerettete Flüchtlinge an Land gehen zu lassen.</p>
<p><strong>Debatte um Entwicklungshilfe: Ein Ablenkungsmanöver</strong></p>
<p>Bundesinnenminister Friedrich hat vor dem Rats-Treffen den Willen bekundet, die Entwicklung in den Herkunftsländern so zu verbessern, dass “die Menschen schon keinen Grund haben, ihre Heimat zu verlassen.“ Angesichts der Tatsache, dass sich gegenwärtig vor allem Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia und Syrien auf den gefährlichen Seeweg nach Europa begeben, kommt Friedrichs Vorschlag einer hartnäckigen Realitätsverweigerung gleich. Somalia ist ein zerfallener Staat, in dem Warlords herrschen, in Eritrea ist eine Militärdiktatur an der Macht, in Syrien tobt ein Bürgerkrieg. Entwicklungshilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit können dort realistischerweise nichts zur Verbesserung der Menschenrechtslage beitragen. Die Herausforderung, Flüchtlinge zu retten und menschenwürdig aufzunehmen, nimmt sich gegenüber Friedrichs Ansinnen, die Lage in den Hauptherkunftsländern zu verbessern, überaus gering aus.</p>
<p><strong>Schleuserkriminalität: Folge verschlossener EU-Grenzen</strong></p>
<p>Angesichts der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hatte Friedrich zuvor gefordert, „dass wir noch stärker die Netzwerke organisierter und ausbeuterischer Schleusungskriminalität bekämpfen müssen.&#8220; Nach Auffassung von PRO ASYL eine irreführende Argumentation. Die Schleuserkriminalität ist Folge der für Flüchtlinge verschlossenen EU-Grenzen. Flüchtlinge, die aus Eritrea, Somalia, Syrien, Afghanistan oder anderen Ländern fliehen müssen, bleibt kaum eine andere Wahl, als zu versuchen, mit Hilfe von Schleppern nach Europa zu gelangen. In den Transitstaaten finden Sie keinen Schutz. Die EU verweigert ihnen legale und sichere Fluchtwege nach Europa. Wer Schleuser bekämpfen will, muss legale Einreisewege schaffen, nicht die Grenzen weiter abdichten.</p>
<p><strong>Maßnahmen zur Verhinderung des Flüchtlingssterben vor den EU-Außengrenzen</strong></p>
<p>PRO ASYL fordert folgende Maßnahmen zur Rettung von Flüchtlingen:</p>
<p><span style="color: #68a15d;"><strong> &#8211; Europa muss gefahrenfreie Wege für Flüchtlinge eröffnen. Dies kann durch ein verändertes Visaregime geschehen, das Schutzsuchenden die legale Einreise ermöglicht. Zudem kann Europa durch die proaktive Aufnahme von Flüchtlingen im Resettlement-Verfahren Flüchtlingen die gefährliche Überfahrt ersparen.</strong></span></p>
<p><span style="color: #68a15d;"><strong>&#8211; Bei allen Maßnahmen der EU, die die Außengrenzen betreffen, müssen die Rettung von Menschenleben und der Flüchtlingsschutz allererste Priorität erhalten. Europa muss ein effektives Seenotrettungssystem installieren, dass für die Rettung von Schiffbrüchigen egal welcher Herkunft voll verantwortlich ist. </strong></span></p>
<p><span style="color: #68a15d;"><strong>&#8211; Das EU-Asylzuständigkeitssystem (Dublin-Verordnung) muss grundlegend geändert werden. Das bisherige System schiebt die Hauptverantwortung für den Flüchtlingsschutz auf die EU-Randstaaten ab. Die EU-Randstaaten wie Malta, Griechenland oder Italien reagieren darauf mit einer Strategie der Abschreckung, die die Verweigerung von Seenotrettung, illegale Push-Back-Operationen, die Inhaftierung von Asylsuchenden, menschenunwürdige Aufnahmebedingungen und unfaire Asylverfahren beinhaltet. So sehr diese Menschenrechtsverletzungen auf das Konto der jeweiligen Nationalstaaten gehen, sind sie Folge des unsolidarischen Dublin-Systems. Die Staaten im Zentrum der Union, die am Dublin-System festhalten, sind daher für diese systematischen Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich. Sie müssen ihren Widerstand gegen eine grundlegende Veränderung der Asylzuständigkeitsregelung aufgeben. Die EU muss Verstöße gegen die Menschen- und Flüchtlingsrechte in all ihren Mitgliedstaaten konsequent unterbinden.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Treffen des EU-Rates: EU muss Konsequenzen aus Lampedusa-Katastrophe ziehen</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/treffen-des-eu-rates-eu-muss-konsequenzen-aus-lampedusa-katastrophe-ziehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2013 16:37:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[PRO ASYL erwartet Signal zur Abkehr von der Abschottungspolitik &#8211;  auch aus Deutschland Presseerklärung von PRO ASYL 7. Oktober 2013: Nach der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa wird erwartet, dass sich der heute zusammenkommende EU-Rat mit der Asylpolitik<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/treffen-des-eu-rates-eu-muss-konsequenzen-aus-lampedusa-katastrophe-ziehen/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>PRO ASYL erwartet Signal zur Abkehr von der Abschottungspolitik &#8211;  auch aus Deutschland</h2>
<p>Presseerklärung von PRO ASYL 7. Oktober 2013:<br />
Nach der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa wird erwartet, dass sich der heute zusammenkommende EU-Rat mit der Asylpolitik der EU befasst. PRO ASYL fordert vom Rat ein deutliches Signal zur Abkehr von der bisherigen Abschottungspolitik gegenüber Schutzsuchenden. „Deutschland muss hier sein politisches Gewicht in der EU endlich zugunsten einer Flüchtlingspolitik einsetzen, die Flüchtlingen eine gefahrenfreie Einreise ermöglicht“, so Günter Burkhardt von PRO ASYL.<br />
<span id="more-5077"></span>PRO ASYL kritisiert die Aussagen von Bundesinnenminister Friedrich, nach denen angesichts der Katastrophe nun die Bekämpfung der Schleuser intensiviert werden müsse, aufs schärfste. Die Schleuserkriminalität ist eine Folge der für Flüchtlinge verschlossenen EU-Grenzen. Flüchtlinge, die aus Eritrea, Somalia, Syrien, Afghanistan oder anderen Ländern fliehen müssen, bleibt kaum eine andere Wahl, als zu versuchen, mit Hilfe von Schleppern nach Europa zu gelangen. In den Transitstaaten finden Sie keinen Schutz. Die EU verweigert ihnen legale und sichere Fluchtwege nach Europa. Wer Schleuser bekämpfen will, muss legale Fluchtwege schaffen, nicht die Grenzen weiter abdichten.</p>
<p>Nachdem Griechenland 2012 auf Druck von Friedrich und anderer EU-Innenminister die griechisch-türkische Landgrenze am Evros hermetisch abgeriegelt hat, sanken die Flüchtlingszahlen in der Evros-Region deutlich. Zugleich stiegen sie in der Ägäis. Aufgrund des dortigen Frontex-Einsatzes und rechtswidriger Push-Back-Operationen durch die griechische Küstenwache verlagert sich die Route nach Italien. Die Intensivierung des Grenzschutzes sorgt nur dafür, dass die Fluchtrouten länger und gefährlicher werden.</p>
<p>Auch das Argument, die EU müsse sich statt für den Flüchtlingsschutz für die Verbesserung für die Situation in den Herkunftsländern einsetzen, geht an der Realität vorbei. Friedrich hatte formuliert, die Menschen bräuchten „stabile politische Verhältnisse und wirtschaftliche Perspektiven in ihrer Heimat“ und dabei könne „Europa helfen&#8220;. Angesichts der realen Verhältnisse in Syrien, Somalia, Eritrea, Afghanistan oder Irak ist dies illusorisch. Es ist derzeit in keiner Weise ersichtlich, dass die EU die gewaltsamen Konflikte in den genannten Ländern stoppen kann.<br />
Ob weiterhin jedes Jahr Hunderte Flüchtlinge an den Außengrenzen Europas sterben, liegt dagegen in der Macht der EU. Die Organe der Europäischen Union und ihre Mitgliedstaaten können u.a. folgende Maßnahmen ergreifen:</p>
<p>&#8211; Europa muss gefahrenfreie Wege für Flüchtlinge eröffnen. Dies kann durch ein verändertes Visaregime geschehen, das Schutzsuchenden die legale Einreise ermöglicht. Gegenwärtig gibt es zum Beispiel immer noch keine unbürokratischen Möglichkeiten für Flüchtlinge, die Angehörige in Deutschland oder anderen EU-Staaten haben, legal in die EU einzureisen. Zudem kann Europa durch die proaktive Aufnahme von Flüchtlingen im Resettlement-Verfahren Flüchtlingen die gefährliche Überfahrt ersparen.</p>
<p>&#8211; Die europäische Grenzschutzagentur Frontex und auch die geplante Eurosur-Regelung haben das primäre Ziel, angeblich „illegale Einreisen“ zu verhindern. Obwohl bereits zahlreiche technische Systeme zur Ortung von Flüchtlingsbooten im Einsatz sind, hat die EU immer noch kein funktionierendes Seenotrettungssystem. Bei allen Maßnahmen der EU, die die Außengrenzen betreffen, müssen die Rettung von Menschenleben und der Flüchtlingsschutz allererste Priorität erhalten.</p>
<p>&#8211; Das EU-Asylzuständigkeitssystem (Dublin-Verordnung) sieht vor, dass derjenige EU-Staat für ein Asylgesuch zuständig ist,  über den der Asylsuchende in die EU eingereist ist. Dadurch wird die Hauptverantwortung für den Flüchtlingsschutz auf die EU-Randstaaten abgeschoben.  EU-Randstaaten wie Malta, Griechenland oder Italien reagieren darauf mit einer Strategie der Abschreckung. Die Verweigerung von Seenotrettung, illegale Push-Back-Operationen, die Inhaftierung von Asylsuchenden, menschenunwürdige Aufnahmebedingungen und unfaire Asylverfahren sind Teil dieser Praxis. So sehr diese Menschenrechtsverletzungen auf das Konto der jeweiligen Nationalstaaten gehen, sind sie Folge des unsolidarischen Dublin-Systems. Die Staaten im Zentrum der Union, die am Dublin-System festhalten, sind daher für diese systematischen Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich. Sie müssen ihren Widerstand gegen eine grundlegende Veränderung der Asylzuständigkeitsregelung, die die Bedürfnisse der Schutzsuchenden in den Mittelpunkt stellt, endlich aufgeben. Die EU muss Verstöße gegen die Menschen- und Flüchtlingsrechte in all ihren Mitgliedstaaten konsequent unterbinden.</p>
<p>&#8211; Die Katastrophe vom 3. Oktober geschah, weil die Flüchtlinge verzweifelt versuchten, vorüberfahrende Boote, die die Flüchtlinge offenbar ignorierten, auf sich aufmerksam zu machen. Da Italien Fischer und andere Seeleute wegen angeblicher „Schlepperei“ kriminalisiert, die Flüchtlinge auf dem Meer retten und an einen italienischen Hafen bringen, werden zahlreiche Flüchtlinge nicht gerettet, obwohl Schiffe an ihnen vorüberfahren. Es liegt an Italien, dieses Gesetz abzuschaffen. Die EU kann hierzu ihren Einfluss geltend machen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
PRO ASYL steht Ihnen für Rückfragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung:<br />
069 / 24 23 14 30<br />
presse@proasyl.de<br />
Postfach 160624<br />
60069 Frankfurt a.M.<br />
www.proasyl.de</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Appell zum unterzeichnen aus Italien</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/appell-zum-unterzeichnen-aus-italien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 18:42:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.aktionbleiberecht.de/?p=5071</guid>

					<description><![CDATA[Appell zur Öffnung eines humanitären Korridors für ein europäisches Asylrecht  http://www.meltingpot.org/Appello   Auf der Seite befindet sich der Appell in englischer, französicher und italienischer Sprache. An die Minister und Parlamente in Europa, an die europäischen Institutionen, an<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/appell-zum-unterzeichnen-aus-italien/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Appell zur Öffnung eines humanitären Korridors für ein europäisches Asylrecht</h2>
<p><a href="http://www.meltingpot.org/Appello-per-l-apertura-di-un-canale-umanitario-per-il.html#.Uk5ntRAUWmo" target="_self"> http://www.meltingpot.org/Appello</a><em>   Auf der Seite befindet sich der Appell in englischer, französicher und italienischer Sprache.</em></p>
<p><strong>An die Minister und Parlamente in Europa, an die europäischen Institutionen, an die internationalen Organisationen</strong></p>
<p>Fast täglich berichten die Nachrichten von der Tragödie, die sich inmitten der blauen Grenze – dem Mittelmeer – abspielt.  Genau in diesen Stunden erreichen uns Meldungen von Hunderten von Leichen, die im Meer aufgelesen werden, Kinder, Frauen und Babys, die ins Wasser gesprungen sind, nachdem auf einem Schiff mit Kurs auf Europa ein Brand ausgebrochen war. Es handelt sich um Asylflüchtlinge, Frauen und Männer auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung, wie schon all die anderen, die das Meer im Lauf der Jahrzehnte verschlungen hat: über 20.000 Menschen.</p>
<p><span id="more-5071"></span>Das Geschehen an der Südgrenze hat uns daran gewöhnt, der nicht enden wollenden Folge solcher Tragödien machtlos zuzuschauen in der Hoffnung, dass jedes gesunkene Boot das letzte sei. Sollte man Kriegsflüchlingen nicht anders begegnen als nur die Landung des nächsten Bootes abzuwarten – mal um ihm zu helfen, mal um es zurückzuschicken und manchmal um nur noch das Wrack zu bergen. Deswegen klingen die Tränen und Worte aus Europa, mit denen die Toten an der Grenze beweint werden, so rhetorisch.</p>
<p>Gerade weil Europa in der Lage ist, seine Souveränität bis ins Innere des afrikanischen Kontinents zu projizieren, um seine Grenzen auszuweiten, dort Abschiebezentren zu finanzieren, zu patrouillieren und abzuweisen, hat es die Pflicht, angesichts der anhaltenden Forderung nach Hilfe dafür zu sorgen, dass Menschen, die Europa zu erreichen versuchen, um dem Tod zu entgehen, auf dem Weg dorthin nicht zu Tode kommen.</p>
<p>Heute aber geht es darum, die Rechte ‘auszuweiten’. D.h. auf europäischem Niveau einen humanitären Korridor zu öffnen, damit Kriegsflüchtlinge direkt bei den europäischen Institutionen in Libyen, Ägypten, Syrien oder wo immer es nötig ist (in den Konsulaten oder anderen EU-Büros) Asyl beantragen können, ohne sich einschiffen zu müssen und damit den Menschenhandel zu fördern und der Berichterstattung über Schiffsunglücke neue Nahrung zu geben.</p>
<p>Europäische Regierungen dürfen die Rechte nicht weiterverleihen und sie dürfen ihre Verantwortung nicht abwälzen. Vielmehr muss Europa nun tatsächlich die Aufgabe auf sich nehmen, diese Toten zu vermeiden. Das geht nur durch direkte Präsenz und nicht durch Delegation an Dritte, damit die Forderungen der Schutzsuchenden schon innerhalb der afrikanischen Grenzen entgegengenommen werden können, um Flüchtende dann auf europäischem Territorium aufzunehmen und ihren Asylantrag dort zu prüfen.</p>
<p><strong>Wir fordern die europäischen Institutionen, die Regierungen und Minister auf, dieser Forderung umgehend nachzukommen.</strong><br />
<strong>Wir fordern die europäischen Institutionen auf, sich umgehend an die Arbeit zu machen, um einen humanitären Korridor nach Europa in die Praxis umzusetzen.</strong><br />
<strong>Wir wenden uns an alle Vereine und Verbände, humanitäre Organisationen, Kollektive und Kommitees mit der Aufforderung, sich jetzt und in Zukunft für die Anerkennung des europäischen Asylrechts stark zu machen.</strong></p>
<p>Progetto Melting Pot Europa</p>
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		<title>Über 350 Flüchtlinge starben am Morgen des 03.10.2013 vor Lampedusa.</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ueber-350-fluechtlinge-starben-am-morgen-des-03-10-2013-vor-lampedusa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2013 22:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrikanische Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingspolitik Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter ihnen waren Frauen,  Kinder, Babys. Über 350 Flüchtlinge starben am Morgen des 03.10.2013 vor Lampedusa. Sie kamen mehrheitlich aus Eritrea und Somalia. Unter ihnen waren Frauen,  Kinder, Babys. Es ist die größte Flüchtlingstragödie in der<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/10/ueber-350-fluechtlinge-starben-am-morgen-des-03-10-2013-vor-lampedusa/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Unter ihnen waren Frauen,  Kinder, Babys.</h2>
<p>Über 350 Flüchtlinge starben am Morgen des 03.10.2013 vor Lampedusa. Sie kamen mehrheitlich aus Eritrea und Somalia. Unter ihnen waren Frauen,  Kinder, Babys. Es ist die größte Flüchtlingstragödie in der Geschichte Lampedusas und der Geschichte der Festung Europa.<br />
Ungefähr um 4 Uhr morgens gerieten sie kurz vor Lampedusa in Seenot. Sie gaben Hilfssignale ab, die Handy-Netzzone von Lampedusa war noch nicht erreicht. Fischerboote fuhren nah vorbei und halfen nicht.  In der Not entzündeten die Flüchtlinge eine Decke, um damit um Hilfe zu winken. Da das Deck mit Benzin verunreinigt war, fing das Schiff Feuer.<span id="more-5051"></span>Ein Teil der Flüchtlinge sprang ins Wasser, ein anderer Teil – im Unterdeck – ging mit dem Schiff unter.<br />
Ein Fischerboot kam dann zu Hilfe. Bis die benachrichtige Küstenwache ankam, dauerte es noch eine 3/4 Stunde, obwohl das Unglück direkt vor der Küste von Lampedusa geschah.<br />
Um 22.00 Uhr wird von 155 Überlebenden und ca. 110 aufgefundenen Leichen berichtet. Auf dem Schiff sollen sich 500 bis 600 Flüchtlinge befunden haben. Über 250 Flüchtlinge werden vermisst.</p>
<p>Im Unterschied zu früheren Flüchtlingstragödien im Mittelmeer waren viele der Fischercommunity der Insel, zahlreiche internationale AktivistInnen rund ums Mittelmeer und auch die Medien fast live zur Tragödie dazugeschaltet. Ab ca. 9 Uhr morgens begannen die Medienmeldungen und E-Mails zum Schiffsunglück zu zirkulieren. Dass den Flüchtlingen in Seenot seit 4 Uhr morgens nicht geholfen wurde, obwohl sie sich nahe der Küste befanden, eindeutige SOS-Zeichen abgaben, Fischerboote nahe vorbeifuhren und die Meereszone zu den bestüberwachten Wasser-Quadratkilometer der Welt gehören dürfte, wurde bis in die Nachmittagsstunden des 03.10.2013 nicht berichtet. Die Frauen auf dem Schiff hatten sich aufs Deck gestellt, gewunken und international bekannte SOS-Zeichen gegeben. Schließlich zündeten die Flüchtlinge in Verzweiflung eine Decke an, um damit zu winken und auf sich aufmerksam zu machen, was ihnen zum Verhängnis wurde.<br />
(hd)</p>
<p><a href="http://ffm-online.org/2013/10/03/lampedusa-mind-250-boat-people-sterben-nach-hilfesignale-durch-anzuenden-einer-decke/" target="_blank">http://ffm-online.org/2013/10/03/lampedusa-mind-250-boat-people-sterben-nach-hilfesignale-durch-anzuenden-einer-decke/</a></p>
<p><a href="http://www.lastampa.it/2013/10/03/italia/cronache/barcone-naufraga-a-lampedusa-almeno-dieci-migranti-morti-RcHuWJTslKzG8s8b3OjcPO/pagina.html" target="_blank">http://www.lastampa.it/2013/10/03/italia/cronache/barcone-naufraga-a-lampedusa-almeno-dieci-migranti-morti-RcHuWJTslKzG8s8b3OjcPO/pagina.html</a></p>
<p><a href="http://livesicilia.it/2013/10/03/lampedusa-cento-morti-nello-sbarco-tra-le-vittime-donne-e-bambini-strage-di-migranti_381916/" target="_blank">http://livesicilia.it/2013/10/03/lampedusa-cento-morti-nello-sbarco-tra-le-vittime-donne-e-bambini-strage-di-migranti_381916/</a></p>
<p><a href="http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/03/news/lampedusa_brucia_un_barcone_strage_di_migranti-67817611/?ref=HREA-1" target="_blank">http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/03/news/lampedusa_brucia_un_barcone_strage_di_migranti-67817611/?ref=HREA-1</a></p>
<p><a href="http://www.tgcom24.mediaset.it/cronaca/sicilia/2013/notizia/lampedusa-naufraga-un-barcone-si-temono-centinaia-di-morti_2000854.shtml" target="_blank">http://www.tgcom24.mediaset.it/cronaca/sicilia/2013/notizia/lampedusa-naufraga-un-barcone-si-temono-centinaia-di-morti_2000854.shtml</a></p>
<p><a href="http://www.ilsole24ore.com/art/notizie/2013-10-03/naufragio-lampedusa-recuperati-quattro-084818.shtml" target="_blank">http://www.ilsole24ore.com/art/notizie/2013-10-03/naufragio-lampedusa-recuperati-quattro-084818.shtml</a></p>
<p><a href="http://www.ilmondo.it/politica/2013-10-03/lampedusa-crocetta-occorre-rivedere-legge-immigrazione_335108.shtml" target="_blank">http://www.ilmondo.it/politica/2013-10-03/lampedusa-crocetta-occorre-rivedere-legge-immigrazione_335108.shtml</a></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/moeglicherweise-hunderte-von-bootsfluechtlingen-ertrunken-1.18161376" target="_blank">http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/moeglicherweise-hunderte-von-bootsfluechtlingen-ertrunken-1.18161376</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>350 Flüchtlinge stürmen in Ceuta die Grenze</title>
		<link>https://www.aktionbleiberecht.de/2013/09/350-fluchtlinge-sturmen-in-ceuta-die-grenze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[emil]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 17:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrikanische Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Außengrenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Grenze Afrika und Europa &#8230;350 migrants tried to cross the border and 92 arrived in Ceuta and were brought to the camp, were 750 people are living on 512 places. These were the largest numbers of<a class="moretag" href="https://www.aktionbleiberecht.de/2013/09/350-fluchtlinge-sturmen-in-ceuta-die-grenze/">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Grenze Afrika und Europa</h2>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=gN8x_yJ38fs" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #008080;"><strong>&#8230;350 migrants tried to cross</strong></span></a> the border and 92 arrived in Ceuta and were brought to the camp, were 750 people are living on 512 places. These were the largest numbers of border crossings since 2007, said the prefect. And also there are a lot of reports about manifestations against racism and reactions on a new report concerning migration and asylum, even by the King of Morocco.</p>
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