Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute

Veranstaltungs-Rundreise

Plakat / Flyer | Zum zweiten Mal jährt sich im September der March of Hope vom Budapester Bahnhof Keleti. Tausende Menschen brachen gemeinsam Richtung Österreich und Deutschland auf und machten so ihr Recht auf Migration und Flucht gegen das EU-Grenzregime geltend. Zwischen  November 2015 und März 2016 wurde die erkämpfte offene Route nach und nach wieder geschlossen, und mit dem EU-Türkei-Deal sowie mit der Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni im Mai 2016 ist es um die Balkanroute in Politik und Medien zunehmend stiller geworden. Doch noch immer sind Menschen in Bewegung und überqueren Grenzen, noch immer gibt es Widerstand gegen die EU-Migrationspolitik und deren Auswirkungen auf den gesamten Balkan. Wie werden die damaligen Ereignisse bewertet und was hat sich seitdem getan? Aktivist_innen  aus Belgrad (der früheren Noborder Serbia Gruppe) und aus Thessaloniki (der Gruppe Clandestina) berichten auf der Rundreise über die aktuelle Situation und vermitteln uns ihre Einschätzungen der Entwicklungen der letzten Jahre. Auf ihrem Weg nach Westeuropa sitzen nach wie vor Tausende unter verheerenden Bedingungen in Transitländern und an den Grenzen fest. Sie werden in Camps isoliert oder in Gefängnissen interniert. Illegale Rückschiebungen (sog. Push-Backs) über die Grenzen aller Balkanstaaten gehören – als Einschüchterungs- und bschreckungsstrategie – zur täglichen Praxis sämtlicher Grenzpolizeien.

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